Die Roten wollen es ganz grün haben
06.03.2009 | 18:30 Uhr 2009-03-06T18:30:00+0100Die Kamp-Lintforter SPD will die Landesgartenschau in die Stadt holen. Die Investiton lohne sich.
Kamp-Lintfort. Landesgartenschau - warum nicht? Für die Kamp-Lintforter Sozialdemokraten ist das kein Griff nach den Sternen. Am kommenden Dienstag, 10. März, wollen sie damit in den Stadtentwicklungsausschuss gehen. „Ich glaube, dass wir gute Argumente für so eine Bewerbung haben”, sagt der SPD-Fraktionschef Heinz Günter Schmitz.
Frischen Wind hat die Idee durch die Empehlungen des Büros Pesch und Partner im Rahmen des Stadtentwicklungsplans Kamp-Lintfort 2020 bekommen.
Im Herzen des Niederrheins
„Urbane Randlage einerseits und die landschaftlich reizvolle Einbettung im Herzen des Niederrheins – die Stadt befindet sich in einer einmaligen Lage”, so Schmitz und zählt einige der grünen Punkte der Stadt auf: Terrassengarten, Wandelweg, Pappelsee, die kleine Gorley, begrünte Straßen.
Die Bewerbung soll auch helfen, das Grünpotential der Stadt weiter auszubauen. „Wir haben mit anderen Städten, in denen Landesgartenschauen stattfanden, gesprochen. Alle haben gesagt, dass es sich bei der Schau keineswegs um ein einmaliges Erlebnis handeln würde”, ergänzt Uwe Schubert. Alle Städte hätten auf lange Sicht profitiert. Natürlich wissen auch die beiden SPD-Männer, dass eine Landesgartenschau nicht zum Nulltarif zu haben ist, aber die Investitionen würden sich lohnen - das zeigten zumindest die Erfahrungen erfolgreicher Teilnehmerstädte. Außerdem wolle man die Bewerbung nicht übers Knie brechen.
„Wir sind mitten im Strukturwandel. Man muss in diesen Zeiten ungewöhnliche Schritte gehen”, so Schmitz. „Das Stadtbild wird und muss sich ändern. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass wir eine Fachhochschule bekommen? Man muss was wagen.”
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