Die Niederländer kommen

Foto: Christoph Karl Banski

Neukirchen-Vluyn..  Das ist doch eine gute Resonanz: 21 Niederländer haben sich bisher auf den Aufruf von Cornelis Jan „Kees“ Smits zur Gründung eines Niederländer-Clubs gemeldet. Wenn nur wenige kämen, könnten die gerne bei ihm zu Hause zusammenkommen, hatte der 72-Jährige noch vor einem Monat – bei seinem ersten öffentlichen Aufruf – gesagt.

Nun reicht sein heimisches Wohnzimmer doch nicht mehr für dieses erste Treffen aus. Infolgedessen weichen die Niederländer am Freitag, 10. April, in ein Lokal aus. „Ich bin froh, dass ich 21 Leute habe“, sagte Smits der Redaktion. Gerechnet hat er damit nicht. Rund die Hälfte der Interessierten kommt aus Neukirchen-Vluyn, die andere aus Moers, es gibt einen Niederländer, der sich von Kamp-Lintfort aus auf den Weg macht. Wie er selbst sind wohl einige seiner Landsleute ebenfalls der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. Kees Smits lebt seit drei Jahren hier. Seine Frau ist Deutsche und sprach damals kein Niederländisch. Wie Smits sagt, hat sich das mittlerweile geändert. Das Paar kann sich nun zweisprachig unterhalten.

Für den Freitag gibt es kein festgezurrtes Programm. Die Menschen sollten sich kurz vorstellen, erläutern, warum sie nach Deutschland gekommen sind und dann kann der weitere Austausch losgehen.

Und dann? Soll es folgende regelmäßige Treffen der Niederländer geben? Da möchte Cornelis Jan Smits nicht vorgreifen. Es wäre schön, sagt er und berichtet von einem Herrn, der sich bei ihm gemeldet hatte, der an seinem früheren Wohnort bereits in einem Niederländer-Club gewesen sei. Dort hätte man beispielsweise Fußball-EM-Spiele zusammen gesehen oder andere Feste gefeiert. Das sei sehr schön gewesen. Für Cornelis Jan Smits steht eines im Vordergrund: Er möchte den Austausch der in Deutschland lebenden Niederländer untereinander fördern.