Die „Neue Mitte“ des MaJo

Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Der neue Stadtteilplatz an der Leipziger Straße wurde jetzt eröffnet. Ein rotes Band verbindet die beiden Teile Mattheck und Josefsviertel.

Moers..  Mit dem Durchtrennen des roten Flatterbandes war es soweit: Die Fläche an der Leipziger Straße, halb so groß wie ein Fußballfeld, wurde jetzt mit einem schönen Fest für die Nachbarinnen und Nachbarn eröffnet.

„Der Platz ist richtig einladend geworden und bietet sich zum Treffen an. Hier ist nun die ‘Neue Mitte’ von Mattheck und Josefsviertel“, freute sich der stellvertretende Bürgermeister Ibrahim Yetim, der beim Durchtrennen des Bandes von den beiden Nachbarskindern Alan Alkan (7) und Oktay Tarzibashe (10) unterstützt wurde.

Ein rotes Band ist auch auf dem Boden des Platzes und der Straße eingelassen. Es zieht sich bis auf die Fassade eines Hauses und soll die Verbindung zwischen Mattheck und Josefsviertel symbolisieren.

Zudem gibt es Sitzbänke unter Tulpenbäumen zum Verweilen, einen Balancierbalken und ein niederländisches Plattboot. Laternen sorgen für Sicherheit, leere Flaschen, so hofft man, sollten möglichst in den neuen Glascontainern statt auf dem Boden landen.

„Es ist sehr schön, hier jetzt mehr Platz für Begegnungen zu haben“, freuen sich Victor und Ute Anderlik, die schon seit 30 Jahren in Moers leben. Auch die 36-jährige Nadine Keip und die 24-jährige Charlene Zoch vom Familienzentrum an der Müllerstraße sind sich sicher, dass der Platz gut angenommen wird: „Es ist einladend und großflächig.“ Sascha Flock (39) sieht insgesamt eine positive Entwicklung des Quartiers: „Es gibt viele Spielplätze und Projekte für Kinder. Der Platz hier gibt Raum zum Spielen und liegt zentral.“

Für ihn sei wichtig, dass sich die Bewohner im Stadtviertel engagieren und zur Gemeinsamkeit bekennen, sagte Karlheinz Pickel als Vorsitzender des Vereins Mattheck-Josefsviertel-Moers. Stadtteilmanager Amar Azzoug wünschte sich, dass es den Verein noch lange geben möge. Wenn das Stadtteilbüro Ende 2016 mit Auslaufen des Projekts „Soziale Stadt“ des Städtebauministeriums aufgelöst wird, sollen die Mitglieder nach Möglichkeit die wichtige Arbeit im Quartier fortführen.

Seit dem Start der Bemühungen konnte eine Menge umgesetzt werden: Nachbarschaftshaus, Mietergärten und nun der Stadtteilplatz. Die Projektkosten betragen 612 000 Euro. Bund und Land tragen 70 Prozent der förderfähigen Kosten des Projekts. Enni Stadt &Service finanziert Unterflurcontainer im Wert von 32 000 Euro.