Die Nau-Mieter wollen jetzt zusammenhalten

Neukirchen-Vluyn..  Das war eine gute Veranstaltung, zu der der Treff 55 der Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonischer Kirchenkreis Moers die Mieter der Vluyner Nau-Immobilien am Dienstagabend eingeladen hatte. Nachdem Eigentümer Sebastian Olbrich 150 Familien gekündigt und eine Frist bis Ende März gesetzt hatte, waren die Emotionen hochgekocht, zuletzt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, und es gab viele Fragen. Etliche Mieter fühlten sich ohnmächtig und allein gelassen. Sie hatten nun am Dienstag die Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden. Das Resultat des Treffens ist überaus erfreulich: Die Mieter wollen sich nun zu einer Gruppe zusammenschließen und gemeinschaftlich für ihre Rechte eintreten.

Damit folgten sie einem Vorschlag von Peter Heß, dem Geschäftsführer des Mieterschutzbundes Moers, der ihnen zuvor in einem ausgewogenen und deutlichen Wortbeitrag seine Sicht der Dinge dargelegt hatte. „Noch sind Sie eine große Gruppe von Betroffenen“, rief Heß den rund 70 Menschen zu, die den Weg zum Kirchentreff am Schulplatz gefunden hatten. Der Miet-Experte riet davon ab, im Alleingang den Klageweg zu beschreiten. Das sei natürlich eine Möglichkeit. Aber zuvor gebe es eben andere Wege. „Sie tun Herrn Olbrich einen Gefallen, wenn Sie sagen „ich vertraue aufs Gericht“, sagte Heß.