Die mit den Vampiren tanzen
08.09.2008 | 20:17 Uhr 2008-09-08T20:17:00+0200FANS. Ein Kamp-Lintforter Ehepaar ist von dem Musical hin- und hergerissen. Bereits 32 Mal besuchten Michaela und Günter Eickelkamp die Show.
KAMP-LINTFORT. Sie werfen nicht mit Blutkonserven und nuckeln nicht an ihren Sitznachbarn, aber um das Musical "Tanz der Vampire" hat sich eine treue Fangemeinde gebildet. Dazu gehören auch Günter und Michaela Eickelkamp aus Kamp-Lintfort, die es schon etliche Male zu dem schaurig-heiteren Treiben nach Berlin gezogen hat. "Ich bin etwas verrückter als mein Mann", verrät Michaela Eickelkamp. Bereits 32 Mal genoss die Rechtsanwaltsfachangestellte die Aufführung mit der Musik von Jim Steinman.
Über einen Zeitungsbericht hatte das Paar zunächst etwas über das Event in der Spree-Metropole erfahren. Die Tatsache, dass Alexander Klaws in der Inszenierung mitwirkte, gab für die Eickelkamps den Ausschlag zum Musical-Besuch. Denn beide gehören dem Fanclub des Sängers an.
"Ich finde Klaws einfach klasse", schwärmt Michaela. Die Aufführung fanden die Kamp-Lintforter derart toll, dass sich die beiden einen Monat später gleich wieder auf den Weg nach Berlin machten.
Das Wirtstöchterlein und der treue Helfer Alfred
"Später wurde es immer extremer", erinnert sich die 39-Jährige, die gleichzeitig einräumt, dass es ein sehr teures Hobby ist. Um der Geschichte von den Vampiren, die die Weltherrschaft übernehmen, noch näher zu sein, legten sich Michaela und ihr Mann, der Stadtgärtner in Kamp-Lintfort ist, passende Kostüme zu.
Sie wählte das schmeichelnde Outfit des schönen Wirtstöchterleins Sarah, die in der genialen Verfilmung des Stoffs von Roman Polanski von Sharon Tate verkörpert wurde. Günter Eickelkamp nahm sich Alfred als Vorbild, den treuen Helfer von Professor Ambronsius. Sohn Enrico war auch schon zweimal mit nach Berlin.
"Die meisten wundern sich, dass man so verrückt ist, so oft in ein Musical zu gehen", erzählt Michaela Eickelkamp schmunzelnd. Was zieht sie so magisch an? "Die Musik ist sehr mitreißend und die Dialoge sind witzig." Und da die beiden Kamp-Lintforter dem Fanclub dieses Musicals angehören, zahlen sie nicht nur ermäßigte Eintrittspreise, sondern bekamen auch die Chance, mal hinter die Kulissen zu blicken.
"Wir konnten auf die Bühne, in die Schneiderei und Requisite und uns auch ansehen, wie die Perücken entstehen." Auch Kontakte mit anderen Fans, Autogramme und ein paar andere Erinnerungsstücke sowie ein Haufen Fotos brachte das ganz besondere Hobby mit sich. "Außerdem haben wir Roman Polanski bei der letzten Vorstellung in Berlin gesehen", erzählt Michaela Eickelkamp. Jetzt freut sie sich darauf, dass ihr Lieblingsmusical im November ins Metronom-Theater nach Oberhausen kommt, wo es die Blue Man Group ablöst. Dann ist der Weg zum Objekt der Begierde bedeutend näher.
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