Die Grundschule Annastraße bleibt
30.01.2012 | 19:54 Uhr 2012-01-30T19:54:00+0100
Moers. So lautet das Ergebnis der gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Sportausschusses. Fechthalle soll gebaut werden
Zu einer gemeinsamen Sitzung fanden sich gestern die Mitglieder des Sport- und des Schulausschusses im Neubau der Justus-von-Liebig-Hauptschule zusammen. Zwei Beschlüsse waren von besonderer Bedeutung: Die Annaschule soll erhalten, die neue Fechthalle gebaut werden.
Der Sportausschuss unter Vorsitz von Cay-Jürgen Schröder (CDU) beschloss einstimmig, das der Fechtclub eine neue Heimat erhalten solle. Die klamme Stadt Moers würde dies, so der Rat mitzieht, die runde Summe von 300 000 Euro kosten. Allerdings nur, wenn das Land NRW Fördermittel von einer halben Million freigibt. Der Fechtclub selbst will 200 000 Euro zum Neubau besteuern.
Sozialer Aspekt war dem Ausschuss wichtig
Die wichtigste Entscheidung des Schulausschusses unter Vorsitz von Heidelinde Heller (FDP): Die Annaschule soll bestehen bleiben. Es gibt keinen Neubau, der eine Zusammenlegung der Annaschule und der Eschenburg-Grundschule bedeutet hätte.
Es waren indes alle Fraktionen dafür, den Fortbestand der Annaschule zu sichern. Der soziale Aspekt gab wohl den Ausschlag: Die Annaschule sei eine wichtige Säule des Stadtteils. Bei ihrer Schließung würde ein wichtiger Bestandteil des MaJo (Mattheck-Josefsviertel) verloren gehen.
Nach dem Willen des Schulausschusses sollen Anna- und Eschenburgschule von der Projektgesellschaft Schulsanierung auf Vordermann gebracht werden. Die Sanierung wird mit 8,1 Millionen Euro veranschlagt, der Neubau hätte rund 8,6 Millionen verschlungen. Allerdings hätten dann die beiden Grundstücke verkauft werden können. Erwarteter Erlös: rund 2,7 Millionen Euro.
Die Schulausschussmitglieder nahmen auch die Anmeldezahlen für die Grundschulen zur Kenntnis. Insgesamt wurden 806 Kinder an den Moerser Grundschulen angemeldet. Die Beliebtheit der einzelnen Schulen differiert indes sehr.
Der Spitzenreiter ist die Waldschule in Schwafheim mit 68 Anmeldungen, Schlusslicht ist die Willi-Fährmann-Schule mit gerade einmal 17 Anmeldungen – nur ein Viertel der Waldschule. Zudem konnten die Elternwünsche nicht in allen Fällen berücksichtigt werden: Die Anmeldungen an der Eichendorff-Grundschule, der Gemeinschaftsgrundschule Eick-West und der Adolf-Reichwein-Schule überstiegen die Kapazitäten. Die betroffenen Eltern müssen ihre Kinder bis 27. Januar an anderen Schulen anmelden.
21:50
Entgegen der Darstellung in diesem Blatt wissen wohl die meisten Eltern der Kinder der Adolf-Reichwein-Schule, dass diese sehr wohl noch Kapazitäten frei hat, ja sogar noch nach Schülern sucht, um die zweizügig weiterarbeiten zu können!
Bevor hier Falschmeldungen anstelle von Tatsachen ausgegeben werden, sollte man sich doch bitte einmal bei der Schulleitung der Adolf-Reichwein-Schule erkundigen...