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Bürgerversammlung

Die Geschäfte auf dem Vluyner Platz bleiben erreichbar

24.01.2015 | 10:00 Uhr
Die Geschäfte auf dem Vluyner Platz bleiben erreichbar
Foto: Ulla Michels

Neukirchen-Vluyn.   Bei der zweiten Bürgerversammlung, dieses Mal in der Kulturhalle in Vluyn, war auch die Sanierung des zentralen Platzes ein wichtiges Thema. Neben den Nau-Immobilien und diversen anderen Dingen.

Die Ansage war deutlich: „Alle Geschäfte bleiben während der Maßnahme erreichbar.“ Das betonte Bürgermeister Harald Lenßen am Donnerstagabend bei der zweiten Bürgerversammlung mit Blick auf die anstehende Sanierung des Vluyner Platzes. Rund 200 Menschen waren in die Kulturhalle gekommen, um von der Stadtspitze zu erfahren, wie es um Neukirchen-Vluyn bestellt ist. Dass alle den Gürtel enger schnallen müssen, weil sich die Stadt in der Haushaltssicherung befindet, hatte Kämmerer Jörg Geulmann bereits bei der ersten Versammlung am Montag in Neukirchen deutlich gemacht und tat das auch in Vluyn.

Das heißt natürlich nicht, dass gar nichts mehr passiert. Auf dem Vluyner Platz sollen die Arbeiten voraussichtlich im April/Mai starten, die Ausschreibungen werden gerade vorbereitet. Lenßen betonte am Donnerstag einmal mehr, dass die Pläne das Resultat einer breiten Bürgerbeteiligung waren.

Das Schicksal des Feuerwehrgerätehauses in Neukirchen scheint tendenziell besiegelt. Das wurde am Donnerstag deutlicher als bei der ersten Versammlung. Lenßen: „Dieses Ding wird wahrscheinlich nicht mehr zu retten sein.“ Die Machbarkeitsstudie sei nicht so zu Ende geführt worden, wie „wir uns das vorgestellt haben“, verriet der Bürgermeister, und weiter: „Das werden wir in Eigenregie zu Ende führen.“ Zur Diskussion steht bekanntlich, ob das Gebäude saniert oder neu gebaut wird. Lenßen datierte für dieses Jahr die Planung, für das kommende Jahr die Umsetzung. Den Breitbandausbau bezeichnete er als einen „Schritt nach vorn“, der insbesondere für Unternehmen wichtig sei. Die Nau-Immobilien nahmen erwartungsgemäß einen etwas größeren Raum ein. In der Beschreibung bezeichnete Lenßen sie als „580 Wohnungen eines insolventen Baulöwen“, der die Immobilien habe herunterkommen lassen. Angesichts offenkundiger früherer Vorwürfe betonte er erneut, dass sich die Gebäude nicht im Eigentum der Stadt befinden. Lenßen: „Ich habe die Hoffnung, dass der Eigentümer Gutes im Schilde führt.“ Gezeigt habe der das zwar noch nicht, habe jedoch nun sein Kommen angekündigt, um mit der Politik zu sprechen.

Mit welcher Idee die Stadt in die Gespräche mit dem Eigentümer gehe, wollte ein Gast später wissen und was da geschehe. Lenßen verwies auf jahrelange Kontakte und sagte weiter: „Im Moment weiß ich nur, dass er plant, sukzessive zu sanieren.“ In den Gebäuden steckten bereits rund 12 Millionen Euro.

Weiter ging es mit der munteren Fragerunde. Wo die Stadt ihr Geld her bekäme, wollte ein Bürger wisse. „Nicht aus der Schweiz“, betonte Kämmerer Jörg Geulmann, der erklärte, dass die Stadt die hiesigen Banken anschreibe und dann diejenige mit dem besten Angebot den Zuschlag bekäme. Neben anderen Dingen war auch die Polizeiwache ein Thema. Die Mittel seien bereit gestellt, im Sommer werde man mehr wissen, sagte Lenßen.

Sonja Volkmann

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2015-01-24 10:00
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