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DGB: Kreis muss eingreifen

02.09.2010 | 16:37 Uhr
DGB: Kreis muss eingreifen

Moers.Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt die Betriebsräte der Niag im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze bei dem Verkehrsunternehmen.

„Wenn seitens der Rhenus AG bereits heute personalwirtschaftliche Veränderungen angestrebt werden, die laut Vereinbarung nicht vor 2012 möglich sein dürften, ist dies Vertragsbruch und von niemandem, auch dem Kreis Wesel als Miteigentümer, hinnehmbar“, sagten der DGB-Kreisvorsitzende Michael Rittberger und Ulrich Prinz vom Ortsverband Moers nach einem Gespräch mit den Niag-Betriebsräten Harald Winter und Jürgen Rieck.

Der Niag-Vorstand will, wie berichtet, die Zahl der Mitarbeiter in der Verwaltung von 59 auf 26 reduzieren. Der DGB sieht den Kreis in der Verantwortung. „Der öffentliche Nahverkehr hat in einem Flächenkreis mit 13 Städten und Gemeinden eine besondere Bedeutung und trägt zur Sicherung der Arbeitsplätze sowie zur Qualität des Wirtschaftstandortes nachhaltig bei. Auch unter dem Aspekt der öffentlichen Daseinsfürsorge sind Leistungsminderungen im Bereich des ÖPNV nicht hinnehmbar“, so Rittberger. Die Gewerkschaften schließen sich deshalb der Forderung der Betriebsräte an, den Kreis Wesel wieder zum Mehrheitseigentümer der Niag werden zu lassen.

Thomas Wittenschläger

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