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Kriminalität

Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden

02.08.2012 | 07:00 Uhr
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
Einzelhändler in Duisburg und am Niederrhein wehren sich mit einer Plakataktion gegen Trick- und Taschendiebe.

Moers/Duisburg.   Organisierte Diebesbanden machen Geschäftsleuten und Kunden in Duisburg und am Niederrhein das Leben schwer. Der Einzelhandelsverband warnt mit einer Plakataktion vor Trick- und Taschendieben. Händler wollen nun auch Vordrucke in rumänischer und bulgarischer Sprache.

Es ist eine Aktion des Einzelhandelsverbandes, die man wohl als einmalig bezeichnen kann: Mit einer groß angelegten Plakatierung, die bereits in Rheinhausen läuft, wollen die Mitgliedsbetriebe im Altkreis Moers vor Trick- und Taschendieben warnen.

Einzelhändler haben die Geschäftsführung des Verbandes bereits aufgefordert, Vordrucke für Schilder in rumänischer und bulgarischer Sprache zu liefern, um so mutmaßlichen Tätern das massenhafte Betreten von Geschäften zu verbieten.

Das Plakat des Einzelhandelsverbands, das Händler in ihren Geschäften aufhängen, um Diebe abzuschrecken.

Hauptgeschäftsführer Wilhelm Bommann: „Laden- und Trickdiebstähle nehmen überhand. Die Aktion ist in Rheinhausen erfolgreich gelaufen. Seit diese Plakate in jedem zweiten Schaufenster hängen, sind die Straftaten zurückgegangen.“ Man wolle die Verbraucher aufrütteln und die Einzelhändler, bei denen sich Ohnmacht breit mache, vor Langfingern schützen.

2000 Euro aus der Kasse geklaut

Bommann liefert Beispiele aus den vergangenen zwei Wochen: Zwei Jugendliche betreten einen Lottoladen, gehen gezielt in die Ecke mit den Spirituosen, locken den Inhaber hinter der Ladentheke hervor. Ein dritter Jugendlicher kommt ins Geschäft, greift blitzschnell in die Kasse – 2000 Euro sind weg. Bei einem Textildiscounter steht eine Kundin an der Kasse und will bar bezahlen. Neben ihr steht ein Jugendlicher, reißt mit einem gezielten Griff die EC-Karte aus dem Portemonnaie und flüchtet. Noch bevor die Karte gesperrt werden kann, sind 600 Euro vom Konto verschwunden.

Organisierte Kriminalität

Die Täter hat die Polizei längst ausgemacht. Sie seien unter jenen Rumänen zu suchen, die sich in Duisburg-Hochfeld angesiedelt haben . Für die Polizei handelt es sich bei den Trick- und Ladendiebstählen, bei den von Jugendlichen verübten Überfällen an Bankautomaten oder Metalldiebstählen um knallhart organisierte Kriminalität. Immer häufiger steht in den Polizeimeldungen zu lesen, dass Rumänen wegen solcher Straftaten festgenommen wurden; Gerichte am Niederrhein sprachen ihre Urteile.

Wilhelm Bommann sieht indes auch beide Seiten der Medaille: „Wenn man sich unter der Hand umhört, heißt es, dass die Kinder 300 Euro bringen müssen. Jeden Tag.“ Polizeibeamte bestätigen den Druck, der ausgeübt wird: Bettler etwa müssen 70 Euro täglich bei den Bossen abliefern – wer nicht spurt, wird verdroschen. Kürzlich wurde ein 16-jähriger Rumäne nach einem Überfall am Geldautomaten festgenommen: „Er ging in U-Haft, weil er bereits sieben Mal in Essen und drei Mal in Duisburg zugeschlagen hatte.“ Seine erst elfjährige Komplizin konnte nur dem Jugendamt übergeben werden.

Verständnis für junge Straftäter hilft nicht weiter

Doch auch Verständnis für die Lage der jungen Straftäter hilft den Geschäftsleuten nicht weiter. Bommann: „Der Inhaber eines Geschäfts für Unterhaltungselektronik, sehr groß und kräftig, drängt kleinere Gruppen sofort aus dem Geschäft. Er hat beim Verband nun Schilder in rumänischer und bulgarischer Sprache angefordert, auf denen zu lesen steht, dass man nur einzeln eintreten darf.“ Ein Polizeisprecher: „Die Kinder werden gedrillt. Und wir haben keine gesetzliche Handhabe.“

Harry Seelhoff



Kommentare
04.08.2012
06:56
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von nangie | #10

wo sind wir nur gelandet?

...und das Schlimmste, man wird nicht mal geschützt als Bürger!

Die drei Polizisten, die hier noch herumlaufen, müssen - wichtig - Raser stoppen, und - ganz besonders wichtig - die Synagoge rundum die Uhr, bewachen!

03.08.2012
09:09
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von aufkoks | #9

Es ist in Deutschland nu mal wichtiger Polizeikräfte für Raserevents zu binden anstatt sie dort einzusetzen wo man Kriminalität bekämpfen könnte, bringt ja kein Geld in die Kassen.

03.08.2012
05:43
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Name von Moderation entfernt | #8

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02.08.2012
21:53
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von Pucky2 | #7

Verstehe ich nicht, laut Rot-Grün ist Multi-Kulti doch das Paradies und jetzt so etwas... Wir müssen doch Mitleid und Verständnis haben, da es in Bulgarien und Rumänien doch so schlimm ist.

... und was Frankreich voriges Jahr mit den eingewanderten Sinti und Roma gemacht hat, war doch so unmenschlich

Komisch nur, dass unsere ganze Menschenliebe überhaupt nicht gedankt wird, die Vorkommentatoren haben da alle Recht. Die Politik guckt einfach zu und lässt die Bürger alleine.
Hauptsache der Landesinnenminister schwafelt einmal die Woche hier in der Zeitung über total unwichtige Randthemen, anstatt einfach mal seine Arbeit zu machen.
Naj, NRW wollte Rot-Grün, jetzt sollen sie auch fünf Jahre ihre Spaß haben

1 Antwort
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von chinamann | #7-1

Ich habe sie nicht gewählt
und ich weiss warum
ich hoffe die Spd und linken und grünenwähler wissen es jetzt auch

02.08.2012
19:33
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Name von Moderation entfernt | #6

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02.08.2012
17:29
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von Rheinhauser | #5

@xxyz

"Die Zahl der Einwohner wird steigen"
Schon, aber die sind ja nicht alle hier gemeldet ;-)
Im Elendsquartier in Bergheim leben 300 Personen, aber gemeldet sind ca. 200 ;-)
Also für die Anzahl der Einwohner zur Berechnung des Bürgermeistergehalts werden die nicht alle mitgezählt!

Das hier optimale Standorte geschaffen werden sieht man ja an diesen Elendsquartieren. Die Stadt ist darüber ja unterrichtet, aber hier kann man sehen, wie der Mann aus dem Rotlicht eine Frau mit 2 Bodyguards mehrmals im Monat zum Geldeintreiben schickt! Ist wirklich wie im Film! Alles mit Duldung der Stadt!

Und der Sören lässt sich hier nicht sehen :-(

2 Antworten
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von xxyz | #5-1

Duisburg hat ja schon gewählt. :-)

Mal sehen, ob wir Dortmunder ähnlich klug bei der Wiederholungswahl sind. Ich befürchte fast, dass es so ist.

Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von xxyz | #5-2

Das mit dem Aufpassern/Geldeintreibern ist doch immer wunderbar in den Fußgängerzonen zu beobachten.

Sehr gute bis weniger gute Musiker spielen, und dann gibt es noch den/die Beobachter.

02.08.2012
17:24
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von Matthias.s | #4

Ich kann mir aber auch gut vorstellen das die Arbeit für die Polizisten sehr frustrierend ist sich von den Leuten bepöbeln und auslachen zu lassen und etwas später treffen se diese wieder.

1 Antwort
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von xxyz | #4-1

Ja, aber es gibt Gewerkschaften. Wenn die Polizei den Job dank falscher Prioritäten im Land nicht ausführen kann, muss sie sich melden und den verantwortlichen in die Pflicht nehmen.

Es kann nicht sein, dass wir mit einem höheren Risiko leben müssen als bspw. die Münchener, nur weil dort eine andere Priorität herrscht.

Warum sind so wenig Banden in den reichen Städten? Dort müsste doch viel zu holen sein.

02.08.2012
15:44
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von xxyz | #3

@1: Die Zahl der Einwohner wird steigen, da es sich bei Duisburg und bspw auch bei Dortmund um Städte handelt, die ideale Standortbedingungen für das Diebstahlgewerbe bieten. Es gibt Viertel, in denen Häuser als Hotel umfunktioniert werden können, ohne dass es die Behörden interessiert. Die Mieten und Häuserpreise in den Vierteln sind günstig, und es gibt stark sinkende Tendenzen auf dem Immobilienmarkt, so dass die Standortbedingungen weiterhin optimiert werden.
Die Diebstahlbekämpfung ist in NRW auch nicht vorhanden. Hier ist der Innenminister als Duisburger verantwortlich.
Von den Richtern ist auch kein Eingreifen zu erwarten.

D.H: für die organisierte Kriminalität wurden ideale Standortbedingungen geschaffen, so dass sich die international agierenden Gruppen auch hier ansiedeln. Oder warum sollte sonst Duisburg oder Dortmund so attraktiv sein? An den guten Arbeitsbedingungen und dem guten regulären Arbeitsmarkt liegt es bestimmt nicht.

02.08.2012
14:26
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Name von Moderation entfernt | #2

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02.08.2012
13:38
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von Rheinhauser | #1

Duisburg-Hochfeld?
Die sind doch aus dem Elendsquartier in Rheinhausen-Bergheim!

Wenn jemand nun billig Häuser kaufen will, dann in der Beguinenstraße, die Besitzer wollen alle weg!

Deshalb hier noch einmal der Aufruf: Sören wach endlich auf und hilf uns, sonst sind wir alle weg!

Ach ja, dann sinkt die Zahl der Einwohner in Duisburg und dann sinkt auch dein Gehalt! Eventuell wacht der OB ja auf, wenn es ans eigene Geld geht!

1 Antwort
Der Handel wehrt sich gegen organisierte Diebesbanden
von nangie | #1-1

hier aus Duisburg gehen die Jungen sowieso weg, wenn sie gescheit sind. Hier in Rheinhausen ist alles überaltert, nur noch Gebrechliche und Rollatorliga.

Wenn ich doch bloß frühr hir abgehauen wäre, ich bin aus essen. Jetzt sitzt man hier fest in dem elendsvirtel.

Stolz braucht man hier nicht zu sein auf diese Stadt!

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