Der Chef und seine Stellvertreter
19.02.2010 | 07:00 Uhr 2010-02-19T07:00:00+0100
Moers. Vor allem um den neu installierten Dritten dreht sich die Sinn-Frage. Die CDU attackiert den Liberalen Otto Laakmann.
Das Gezänk um den Posten eines dritten Stellvertreters für Bürgermeister Norbert Ballhaus geht in die nächste Runde. Das nach den Kooperationsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP neu eingerichete Amt bekleidet der Liberale Otto Laakmann – und der steht zunehmend unter Beschuss.
Ohnehin skeptisch beäugt solle Laakmann im Zuge der Sparmaßnahmen verzichten. Zwar rette das den Haushalt nicht, aber es gehe ums Signal. Zuerst forderte FBG-Chef Claus-Peter Küster die Einsparung dieser Position, dann Gabriele Kaenders von den Linken. Die CDU hat sich sogar die Mühe gemacht, die Verwaltung mit einer Auflistung von Laakmanns Terminen zu beauftragen, um zu eruieren, ob die Position überhaupt notwendig ist.
Ein Problem mit dem Rechnen
Anders als von Laakmann angegeben (20), so die Antwort der Stadtverwaltung, nehme der FDP-Fraktionsvorsitzende zwei bis vier Termine pro Monat wahr. Und vertrete dabei den Bürgermeister bei repräsentativen Aufgaben. CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Rudatsch: „Offenbar hat Herr Laakmann ein Problem mit dem Rechnen.”
Der Moerser Pressesprecher Thorsten Schröder macht deutlich: „Seit dem 29. November entfielen 34 offizielle Termine auf den Bürgermeister, 31 auf die erste Stellvertreterin Erika Scholten, 14 auf Heinz-Gerd Hackstein und neun auf Laakmann. Hinzu kommen noch runde Geburtstage älterer Mitbürger, die sind nicht mitgezählt. Bei allen Bürgermeistern.”
Scholten (SPD) kassiert für ihr Amt monatlich 1026 Euro, Hackstein 513 und Laakmann derzeit noch nichts. Er bekommt für den Fraktionsvorsitz 684 Euro, den er allerdings in einem Jahr an Dino Maas abtreten will. Dann gibt's auch für Laakmann 513 Euro, plus Fahrtkosten.
Die CDU stört sich vor allem an Laakmanns Aussage gegenüber der NRZ: „Ich erspare sogar Kosten, weil der Bürgermeister sich intensiver um die Stadtgeschicke kümmern kann.” Rudatsch: „Der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt hat uns deutlich gezeigt, wie dicht wir an der Wand stehen und dass wir keinen Millimeter finanziellen Spielraum haben. Fordern wir Rückbau von Personal in der Verwaltung, so müssen wir auch die Konsequenzen im politischen Bereich ziehen.”
19:12
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:56
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:13
Die Stadt Wuppertal hat den 3. Bürgermeister im Rahmen der Sparmaßnahmen abgeschafft. Wuppertal ist größer als Moers. Was ist an Moers so außergewöhnlich, dass ein 3. Bürgermeister unbedingt gebraucht wird, wenn andere darauf verzichten können?
13:30
Wir brauchen EINEN Bürgermeister und EINEN Stellvertreter.
Mehr nicht.
Basta.
12:11
Ein Stellvertreter sollte nach dieser Terminanzahl ja eigentlich fast ausreichen! Komisch komisch aber wirklich kreativ für 14 bzw 9 Termine 513 Euro davon träumt jeder Harz4 Empfänger.
Sorry irgendwie setzt hier mein Verständnis aus!
09:02
Auf dem Bild sehe ich viermal Potential, durch Postenstreichung vieeel unnötiges Geld zu sparen.....
Stattdessen spart man lieber bei der Bildung. Tolle Vetternwirtschaft!
08:41
Da ist er wieder, der Grußonkel Otto!
Der Typ gehört eh in die Mottenkisten.
08:36
Hab ich das jetzt richtig verstanden:
Bürgermeister: Norbert Ballhaus
1. Stellvertreterin: Erika Scholten
Stellvertreter der 1. Stellvertreterin: Heinz-Gerd Hackstein
2. Stellvertreter des Stellvertreter der Stellvertreterin
.... man die sind ja richtig kreativ beim Posten verschachern.