Der Ausbau der Kitas kann beginnen
11.07.2012 | 18:32 Uhr 2012-07-11T18:32:00+0200
Neukirchen-Vluyn. SPD zeigt sich erfreut über die Vorfinanzierung durch den Kreis. Stadt bezweifelt Zeitschiene.
Zufrieden mit dem einstimmigen Beschluss des Kreistags zum weiteren U3-Ausbau äußerte sich SPD-Fraktionschef Günter Zeller: „Damit wird gehandelt und nicht lamentiert“.
Hintergrund: Der Kreistag hatte in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, den Ausbau an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren (U3) wie geplant fortzusetzen und – soweit notwendig – Investitionsmittel von Bund oder Land über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren zwischen zu finanzieren.
Zeller weiter: „Jetzt müssen wir auch auf örtlicher Ebene handeln und unverzüglich mit den Baumaßnahmen beginnen.“
In der Stadt gibt es 11 Kindertageseinrichtungen und 40 Tagespflegestellen mit insgesamt 707 Plätzen für Kinder.
Barbara Simon, Vorsitzende des Arbeitskreises Bildung: „Damit stehen für die Unter-3-Jährigen – wie in der Bedarfsplanung vorgesehen -- im jetzt beginnenden Kindergartenjahr 84 und im Jahr darauf 116 Betreuungsplätze zur Verfügung.“ Dazu der zuständige Beigeordnete der Stadt, Jörg Geulmann, auf Anfrage: „Dies alles gilt allerdings unter der Voraussetzung, dass wir bis nächsten Sommer alle Baumaßnahmen abschließen können. Was jedoch eng werden wird.“
Die Vorfinanzierung des Kreises sei zwar schön, werde aber von den Kommunen über die Kreisjugendamtsumlage ohnehin wieder zurückfinanziert. „Es wäre erfreulich, wenn das Land zusätzliche Mittel für den dringend nötigen Ausbau der Tagesstätten zur Verfügung stellen würde.“
Nach der Zusage des Kreises können die Einrichtungen an der Diesterwegstraße, am Larfeldsweg, an der Kranichstraße und an der Pastoratstraße umgebaut werden.
Die SPD bedauert daneben, dass trotz der seit zwei Jahren vorhandenen Ausbauplanungen für die städtischen Kitas, immer noch 52 U3-Plätze provisorisch arbeiten und ohne die notwendigen Umbaumaßnahmen auskommen müssen.
„Vergeblich haben wir im Rahmen der Haushaltsberatungen versucht, diese räumliche Enge (unter anderem wurden die Personalräume geopfert) und den dadurch verursachten zusätzlichen Stress durch eine zeitlich befristete Personalverstärkung für die betroffenen Teams abzumildern“, so Günter Zeller. Die sei bekanntlich im Rat durch die Ratsmehrheit und den Bürgermeister abgelehnt worden.
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