Day of Song auf dem Gelände der alten Zeche
27.05.2010 | 19:52 Uhr 2010-05-27T19:52:00+0200
Neukirchen-Vluyn.Dieser Day of Song am 5. Juni dürfte bis auf Schalke zu hören sein: Auch auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Niederberg 2000 in Neukirchen-Vluyn wird gesungen.
Wenn am 5. Juni im Rahmen der Kulturhauptstadt in den Städten der Ruhr2010 nach dem Kirchengeläut ab 12 Uhr zeitgleich gesungen wird, werden auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Niederberg 2000. Neukirchen-Vluyner Kinder auf die Trommel hauen, singen und tanzen. Das, so der Kulturbeauftragte der Stadt, Franjo Terhard, dürfte an diesem Tag wohl eines der ungewöhnlichsten und spektakulärsten Konzerte sein.
WM-Song im Programm
Die Kinder trällern schon seit Wochen den offiziellen Fußball-WM Song „Wavin Flag“ des Somaliers K’naan. Das Tamborena-Team aus Hamm, darunter Mario Argandona, der früher auch für Deep Purple, Scorpions und BAP gearbeitet hat, besuchte im Vorfeld sämtliche Schulen und übte mit den Schülern für das Open-Air-Konzert - unter anderem auch dieses Lied.
„Das wird allein schon eine logistische Herausforderung“, so Terhard. Mehrere Lkw werden 3000 der so genannten Djembe-Trommeln nach Neukirchen-Vluyn bringen. Denn nicht nur die Schüler, auch alle anderen Besucher sind eingeladen, bei dem Trommelkonzert spontan mitzumachen.
Los geht es wie in allen anderen Städten vor dem alten Maschinenhaus auf Niederberg mit dem Steigerlied. Bis zum Auftritt der Trommelkinder um 15 Uhr singen Univoice, der Chor TKZ aus der polnischen Partnerstadt Ustron und Mailvoice. Ab 16 Uhr geht es weiter mit Horst Gerhardt, der jungen lokalen Rockband „Jackleg“ und ab 19 Uhr der „Mark Bennett Band.“
Stromversorgung wieder in Gang gebracht
Speziell für diesen Tag mussten auf dem Zechengelände Wasseranschlüsse und Stromversorgung wieder in Gang gebracht werden, „die meisten Rohre waren tatsächlich schon gekappt“, so Pressesprecher Heinz-Willi Pergens. Finanziert wird das Spektakel aus Mitteln der Ruhr2010 und mit Hilfe der Enni.
Neun Stunden lang soll gemeinsam gesungen und musiziert werden. „Wir hätten für das Geld auch Howard Carpendale holen können“, so Terhard. „Wir wollten aber, dass die Bürger ihr eigenes Kulturprogramm machen.“
Parkmöglichkeiten gibt es auf dem alten Zechenparkplatz (1 Euro, erreichbar über die Fritz-Baum-Allee).
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