„Das Schandmal“

Moers..  Der langjährige Vorsitzende der Asberger Bürgergemeinschaft, Heinz Bruckhaus, setzt sich in einem Brief mit der Situation der Moerser Denkmäler auseinander. „Der traditionsbewusste Teil der Asberger Bevölkerung und ich brauchen das Ehrenmal. Einmal im Jahr, am Volkstrauertag, legen die Vereine und mit ihnen ein größer werdender Teil der Asberger, einen Kranz zu Ehren der Gefallenen beider Weltkriege dort nieder“, schreibt Bruckhaus. Doch jedes Jahr werde der Bevölkerung dabei der zunehmende Verfall des Denkmal vor Augen geführt.

Seit Jahren weise er die Parteien auf das „Schandmal“ hin, so Bruckhaus weiter. Doch die Stadtverwaltung schiebe die Angelegenheit vor sich her. So seien die Kosten für die Renovierung nach einem Gutachten im März 2013 auf 12 000 bis 15 000 Euro beziffert worden. „Wenn man bedenkt, mit welcher Einmütigkeit der Rat die Erhöhung der Grundsteuer B um 51 Prozent beschließen konnte, dann sollte man doch eigentlich auf die Idee kommen, dass der Rat die Genehmigung für eine vergleichbar kleine Summe noch schneller beschließen kann.“

Das Ansinnen der CDU, die Vereine mit der Pflege der Denkmäler zu beauftragen, findet Bruckhaus nicht nur „unverschämt“. Er unterstellt auch, dass die für die Denkmäler zur Verfügung stehenden Gelder eingespart und an anderer Stelle ausgegeben worden sind. Jetzt wolle die CDU die Vereine für die Versäumnisse von Politik und Verwaltung einspannen. Insofern mache es sich auch die SPD zu leicht, wenn sie sich darauf zurückziehe, dass das Geld nicht vorhanden sei.

Schließlich misstraut der Asberger dem Beschluss, „die notwendigen Sanierungsarbeiten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel sukzessive“ umzusetzen: „Die Übersetzung heißt für mich: Solange keine Mittel zur Verfügung stehen, passiert gar nichts.“