Das Moerser Peschkenhaus wird eröffnet

Zur Eröffnung gibt’s eine Ausstellung von Werken des Künstlers André Schweers.
Zur Eröffnung gibt’s eine Ausstellung von Werken des Künstlers André Schweers.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Bürgeraktiengesellschaft macht’s möglich: Nach einer grundlegegenden Sanierung ist das älteste Bürgerhaus der Stadt wieder für Kunst und Publikum geöffnet.

Moers..  Viele Moerser werden sich freuen: Am nächsten Mittwoch öffnet das bekannte Peschkenhaus an der Meerstraße wieder seine Tore. Es wurde rundum renoviert und ist wieder ein Blickfang in der City.

Im Mai 2013 fiel der Startschuss für die Sanierung des stadtbekannten Gebäudes, das als das älteste Bürgerhaus im Moerser Zentrum gilt. Wie auch Heinz-Adolf Janßen weiß. Er ist Vorstandsvorsitzender der Bürgeraktiengesellschaft, die 2003 zur Rettung des denkmalgeschützten Objektes ins Leben gerufen wurde.

Ursprünglich sollte das Haus schon einige Monate früher fertig sein. Doch zeigte sich gleich zu Anfang der Arbeiten beispielsweise, dass mehr Bohrpfähle als geplant bis zu 15 Meter tief in den Boden gerammt werden mussten, um die Standfestigkeit des sanierten Hauses zu garantieren. Auch auf die Rauchabzugsanlage musste man warten. Mögliche Alarme gehen nun direkt zur Feuerwehrleitstelle. „Das musste alles vom Tüv abgenommen werden... Das dauert eben seine Zeit“, schildert Janßen. Doch im Grunde habe man ja keine wirklich lange Bauzeit gehabt.

Heinz-Adolf Janßen freut sich sehr, dass er während der Feierstunde dem Kunstverein Peschkenhaus endlich die Schlüssel übergeben kann. „Wir werden das Projekt nur noch weiter verwalten“, so Janßen. Der Kunstverein solle und werde das Haus mit Leben füllen, Kunstausstellungen finden derzeit schon wieder dort statt.

Das Haus soll darüber hinaus auch für Kulturveranstaltungen und Begegnungen aller Art offen sein. Dass es nicht nur brandsicher sondern auch barrierefrei ist, freut den Vorsitzenden besonders. Denn das alte Haus hat drei Etagen, was ihm nicht nur bei Kunstausstellungen einen besonderen Charme verleiht. Alles ist nun mit dem angebauten Aufzug zu erreichen. Die Dämmung des Daches und neue Fenster waren ebenfalls nötig, um nur einiges zu nennen.

Insgesamt kostete die Sanierung rund 500 000 Euro, wovon die NRW-Stiftung knapp 190 000 Euro übernimmt. Der Rest wird durch Eigenkapital und Darlehen gedeckt. Für die Finanzen sorgt auch weiter die Bürgeraktiengesellschaft. Gut 80 Aktionäre gibt es derzeit übrigens.

So wird es bei der Wiedereröffnung ein volles Haus geben, denn neben den Aktionären sind auch die Mitglieder des Kunstvereins eingeladen, Vertreter aus der Politik und von der NRW-Stiftung werden ebenfalls dabei sein.

Das Peschkenhaus gegenüber der alten Stadtkirche wurde 1460 im spätgotischen Stil erbaut. Zeitweise tagten Rat und Bürgermeister dort, später kaufte es der Fahrradfabrikant Peschken.