Das Land ist schneller als der Bauträger
14.07.2009 | 17:30 Uhr 2009-07-14T17:30:00+0200Für Erschließungsstraßen auf Niederberg gibt NRW eine knappe halbe Million.
Neukirchen-Vluyn. 455 000 Euro gibt das Land, damit das Niederberggelände im südlichen Teil eine Straße bekommt. Dass der Steuerzahler nun an Stelle der RAG Montan Immobiliengesellschaft Erschließungsstraßen zahlt, erstaunt. Jedoch nicht den Ersten und Technischen Beigeordneten, Ralf Eccarius: „Der Antrag lief mindestens seit einem Jahr.” Immerhin scheint das Land hier schneller als die Montan Immobilien zu sein. Der Bauträger wollte schon 2006 mit der Erschließung beginnen.
Zwischen Bendschenweg und Niederrheinallee soll die Straße eine Nord-Süd-Verbindung schaffen. Wobei der Bereich Etzoldstraße zum Kreisverkehr umgebaut wird. Der Anschluss an die Niederrheinallee wird Ampelkreuzung.
Eccarius: „Auch keinem anderen Bauträger wäre es zuzumuten, so etwas zu erstellen.” Daher mache der Förderantrag der Stadt Sinn. Zumal es einst bei der Vereinbarung zwischen Stadt und Land einen Passus gegeben habe, nachdem auch Landesmittel fließen könnten.
Optimistische Botschaft
700 000 Euro kostet die Straße samt Anbindungen. So blieben für die Montan Immobilien noch rund 250 000 Euro Eigenmittel. Eingeweihte bezweifeln stark, dass es mit dem Straßenbau nun losgehen wird. Obwohl Heike Schönfelder, Projektleiterin im Rathaus, dem Rat die überaus optimistische Botschaft überbrachte, die Montan Immobilien stehe vor einem Kreditabschluss zur Finanzierung der Erschließung. Eccarius: „Der Kredit für die Gesellschaft sollte bis zum Sommer festgezurrt sein. Ich habe noch nichts gehört.”
Das Land allerdings hebe zugesagte Gelder nur ein bis zwei Jahre auf. Dann gingen sie an andere Kommunen.
Vom Start überzeugt ist auch Eccarius nicht. „Aber ich hoffe, die aktuellen Mittel geben der Sache einen Impuls.”
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RAG Montan wird das wieder aussitzen.
Das ist nichts Neues.