Das LaGa-Lied wird ein Hit in Kamp-Lintfort

Thorsten Kalmutzke begleitet die Kampagne zur Bewerbung für die Landesgartenschau . Hier steht er am Terassengarten Kloster Kamp mit dem Logo der Landesgartenschau.
Thorsten Kalmutzke begleitet die Kampagne zur Bewerbung für die Landesgartenschau . Hier steht er am Terassengarten Kloster Kamp mit dem Logo der Landesgartenschau.
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Interview mit Thorsten Kalmutzke, der die Bewerbungskampagne für die Landesgartenschau 2020 mit auf den Weg bringt.

Kamp-Lintfort..  Thorsten Kalmutzke ist überzeugter Kamp-Lintforter. Für die Stadt bringt der Geschäftsführer der Eventagentur Passepartout die Bewerbung zur Landesgartenschau auf den Weg.

Wie läuft die Bewerbung – Haben Sie das Gefühl, dass die Leute mitziehen?

Thorsten Kalmutzke: Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Live Kommunikation für unterschiedliche Kunden unterschiedlicher Branchen haben mich glauben lassen, dass ich im Vorfeld einschätzen könnte, wie die Bürger hier auf das Thema reagieren. Aber ich wurde überrascht. Überrascht von dem Engagement der Menschen dieser Stadt. Überrascht darüber, wie sehr sich die Bürger hier mit dem Thema und dem Projekt identifizieren. Überrascht von der aktiven Beteiligung und der Kooperationsbereitschaft. Man merkt eines: Hier will nicht nur eine Stadt gewinnen – hier will jeder Einzelne FÜR die Stadt gewinnen. Und das ist eine hervorragende Voraussetzung dafür, dass wir 2020 tatsächlich die Landesgartenschau hier in unserer Stadt haben werden. Am 9. Juni findet die 2. Öffentliche Arena statt. Hier werden die Inhalte der Bewerbung vorgestellt und neue Aktionen des Förderkreises und der Bürger. Wir freuen uns jetzt schon auf eine große Beteiligung und das gemeinsame „Ja“ zur Landesgartenschau 2020.

Welche der Ideen für eine Bewerbung sind schon umgesetzt?

Um nur einige Beispiele zu nennen: Der Aktionstag „Kunst und Genuss“, das Guerilla-Stricken, der Farbworkshop und die Gestaltung des Landesgartenschau-Songs sind wichtige Teile unserer Kommunikationskampagne. Die natürlich auch von aktiver Mitarbeit lebt und bereichert wird. Hier ist der Ideenreichtum der Kamp-Lintforter überwältigend. Und so groß, dass wir gar nicht alles umsetzen können. Wir wollen mit der Kampagne vor allem eines erreichen: Dass wir am 1. September eine moderne, zeitgemäße Bewerbung in Düsseldorf abgeben, die zeigt: Das Herz von Kamp-Lintfort schlägt für die Landesgartenschau.

Gibt es das LaGa-Lied schon? Wann wird es erstmals zu hören sein?

Der Song für die Landesgartenschau ist ein ganz besonderes Projekt. Hier haben wir gemeinsam mit professionellen Musikern einen, und das kann ich heute schon versprechen, Ohrwurm geschaffen: Mit modernen Beats und einem Rhythmus, der ins Blut geht. Das Ergebnis, die Premiere, können alle Menschen der Stadt am 9. Juni erleben. Und da ich einer der ganz wenigen Menschen bin, der den Song heute schon kennt, kann ich eines sagen: Es wird kaum jemanden geben, der danach nicht singend durch die Stadt geht.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Förderkreis?

Die Zusammenarbeit mit dem Förderkreis läuft sehr gut. Bei einem solchen Projekt – und hier spreche ich auch aus langer Erfahrung – ist es für den Erfolg maßgeblich, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Im Förderkreis engagieren sich Stadthelden und Stadtheldinnen in unterschiedlichen Projekten. Um ein Beispiel zu nennen: Daniela Bulut hatte eine eigene Idee und ist damit auf die Stadt zugekommen. Sie sponsert ihren Privatwagen für eine ganz besondere Aktion. Auf dem Kunst & Genuss-Aktionstag heute wird ihr Auto in einem Show-Painting zu einem LGS-Kunstwerk auf vier Rädern. Das Motiv hat Daniela Bulut gemeinsam mit dem Künstler Louis Du Chateau entwickelt. Es sind kreative und besondere Ideen, von denen die Bewerbungsphase lebt.

Ihre Agentur Passepartout ist international unterwegs. Was treibt Sie an, die LaGa-Bewerbung in Kamp-Lintfort zu gestalten?

Die Landesgartenschau ist eine außergewöhnliche und große Chance für diese Stadt, die in der Vergangenheit vom Umkreis ein bisschen belächelt wurde. Und hier haben wir jetzt die Möglichkeit, dass Kamp-Lintfort sich und der Umgebung zeigt, wie erfolgreich ein Strukturwandel funktionieren kann. Aus einer Bergarbeiterstadt, die viele Tiefschläge hinnehmen musste, zu einer Stadt mit einem Aushängeprojekt über den Niederrhein hinaus und: Für die nächste Generation. Zu meinem Job gehört es, für unsere Kunden nachhaltige, besondere und emotionale Erlebnisse zu schaffen – flankierend dazu Kommunikationsmaßnahmen zu entwickeln – und das Ganze perfekt umzusetzen.

Die Bewerbung und die damit einhergehenden Events, sowie die enge Zusammenarbeit mit der Stadt sind ein außergewöhnliches Projekt. Hinter dem ich vollen Herzens stehe, und dass ich lebe. Weil wir es hier mit Menschen zu tun haben, die das Gleiche tun – sei es der Bürgermeister von Kamp-Lintfort, die Mitglieder des Förderkreises oder die Bürger, die sich engagieren. Nur mit diesem Spirit haben wir die große Chance, die Landesgartenschau zu gewinnen.