Das hässliche Entlein Hauptschule stirbt aus
25.02.2010 | 12:38 Uhr 2010-02-25T12:38:00+0100
Am Niederrhein. Die Hauptschule stirbt den Tod auf Raten. Sie ist das hässliche Entlein mit unsichtbarem Schwan-Charakter. Aber die Eltern erkennen ihre Vorteile nicht. Die Anmeldezahlen sinken. In der 100.000-Einwohner-Stadt Moers wollten zuletzt nur neun Kinder auf die Hauptschule wechseln.
Die Hauptschule ist der Ort der kleinen Systeme, der intensiven Betreuung in kleinen Gruppen, der Indidividualförderung. Der Ort, wo die Schwachen stark gemacht werden, die Neigungen des Einzelnen wichtig sind. Klingt und klappt in den meisten Fällen auch gut, nutzt aber nichts.
In Moers zum Beispiel ist die Hauptschule in Repelen bereits ausgelaufen, die 100.000-Einwohner-Stadt hat nur noch die Justus-von-Liebig-Gemeinschaftshauptschule. Schon bevor es am Donnerstag die offiziellen Anmeldezahlen gibt, lässt sich sagen, der Trend der vergangenen Jahre hält an.
Schuldezernent Rötters blickt auf die Landtagswahl
Heißt, es wird einen einzügigen neuen Jahrgang fünf geben, die erforderliche Mindestanzahl von 18 Schülern kann aber wohl erst durch das Zweitwunschverfahren und Nachzügler erreicht werden. Eine belastbare Zahl: Vor einem Jahr wollten gerade noch neun Kinder zur Moerser Hauptschule. Schuldezernent Hans-Gerd Rötters macht sich um die Justus-von-Liebig in den nächsten Jahren noch keine ernsthaften Sorgen. Zumal durch die vielen Seiteneinsteiger ab Klasse 7 die Zweizügikeit gewährleistet sei. Insgesamt sieht er in der Hauptschule allerdings „eine gefährdete Schulform” und blickt vor allem auf die Landtagswahlen am 8. Mai. „Je nach Konstellation kann es zu völlig neuen Konzepten kommen.” Rötters meint nicht zuletzt das SPD-Wahlkampfversprechen Gemeinschaftsschule. „Wie es auch kommt, wir sind in Moers von der Infastruktur her gut aufgestellt.”
Dazu gehört sicher der komplette Neubau der Justus-von-Liebig-Schule, der im Herbst endlich fertig werden soll. 12,5 Millionen Euro hat die Stadt sich ihn kosten lassen, um eine knappe Millionen-Förderung aus Düsseldorf für den noch unfertigen Ganztagsbereich wird gebangt. Viel Geld für derzeit 330 Schüler, und doch, meint Rötters, eine Investition in die Zukunft. „Hier sind auch andere Konstellationen denkbar.”
Realschulen sollen nicht abwerben
Der Versuch jedenfalls, die Hauptschule mit dem tollen Neubau inklusive eigener Häuschen für die Klassen und breiter Beteiligung zu attraktivieren, scheint bis jetzt misslungen. Trotzdem hofft Schulleiterin Renate Vetter, „dass wir nicht nur umziehen, sondern auch darin bleiben.” Für die erfahrene Pädagogin steht fest: „Viele Schüler brauchen unsere kleinen Systeme, sie gehen in einer großen Gesamtschule unter.” Vetter appelliert an die Kollegen, „ehrlicher mit Schülerleistungen umzugehen” und nicht um Hauptschüler zu werben. „Aber viele Schulen haben eben Angst ums Überleben.” Wenn eine Realschule behaupte, sie leiste die bessere Berufsvorbereitung, sei das schlichtweg falsch. „Wenn's nach mir ginge, würden die Kinder erst nach der sechsten oder siebten Klasse getrennt.”
Im deutlich kleineren Kamp-Lintfort halten sie noch die Hauptschulen Diesterweg (3-zügig) und Niersenberg (2-zügig) vor. Noch.
Dezernent Christoph Müllmann will keine Prognosen über 2013 hinaus stellen. Er sagt: „Das viergliedrige Schulsysten funktioniert nicht mehr. So wird das auch in vielen CDU-Städten gesehen, obwohl die Union ja daran festhält.” Insbesondere im ländlichen Bereich werde die Versorgung eng.
Trotz bester Bedingungen keine Kehrtwende
Ein Grund in der Zechenstadt ist sicher die Ausnahmestellung der Unesco-Gesamtschule, die aus allen Nähten platzt und auch in diesem Winter wieder 100 Schüler abweisen musste. Darunter viele Kinder mit Hauptschulempfehlung. „Der Trend von der Hauptschule weg ist ungebrochen”, sagt der stellvertretende Schulleiter Jürgen Rasfeld. „Eigentlich unverständlich. Die Landesregierung fördert, die Schüler-Lehrer-Relation ist nirgendwo so gut und trotzdem gibt es keine Kehrtwende.” Rasfeld beobachtet aber auch steigendes Interesse von Gymnasiasten.
Am Niersenberg bescheinigt Grundschul-Rektorin Monika Escher der benachbarten Hauptschule eine gute, enge Zusammenarbeit. Sie stellt nicht fest, dass sich viele Eltern der Empfehlung widersetzen, sagt aber: „Die Hauptschul-Form hat an Akzeptanz verloren” und findet, die Entscheidung über die weiterführende Schule nach dreieinhalb Jahren komme für viele Kinder zu früh.
2014 läuft die Diesterweghauptschule aus
Das, meint Kollegin Tania Große-Pustar von der Friedenreich-Hundertwasser-Grundschule in Neukirchen-Vluyn, treffe zumindest auf die Hälfte der Kinder zu. Sie macht einen Unterschied im Standort aus. „Die Schreckensmeldungen von besonders sozial schwierigen Zuständen in Großstädten gelten in Neukirchen-Vluyn nicht.” Gerhard Resnitzek von der Verwaltung ergänzt: „In unseren Hauptschulen wurden die Kinder bisher optimal gefördert. Ich hoffe, dass dies auch künftig möglich sein wird.” Die Diesterweghauptschule läuft 2014 aus. Die Haarbeckschule wurde zuletzt mühevoll zweizügig, die Anmeldung für nächstes Jahr laufen noch.
Rheurdt schickt seine Kinder bereits nach Issum. In die Sevelener Käthe-Kollwitz-Hauptschule gehen acht junge Rheurdter, 36 Anmeldungen garantieren die Zweizügigkeit, wie Schulleiter Heinz Dieter Albrecht mitteilt.
02:06
Die Hauptschulen werden von unseren osmanischen, kaum deutschsprachigen Kindern degradiert und in den unverdienten Schmutz gezogen
01:06
Warum gehen von der Grundschule im Majo-Viertel 80 % der Kinder zur Hauptschule? Und warum geht von der Grundschule in Hüsldonk kein Kind zur Hauptschule? (Kann man in der Statistik der Stadt nachlesen!) Weil im Majo-Viertel nur Blöde wohnen? Oder weil die Armen von heute ihren Kindern keine Chancen mehr bieten können? Besuche im Zoo, Museeum und alles andere ist im ALG II Einkommen nicht drin. Damit halten wir uns die Unterschicht klein - das ist gesellschaftlich so gewollt. Es gibt nur eine Lösung: die von Grünen, SPD und Linken: Eine Schule für alle! Und keine Selektion nach der 4. Klasse. Und kommen sie jetzt nicht mit: Wir haben das früher auch so geschafft! Früher hatten alte Leute auch kein Gebiss, heute schon, zumindest die, die es sich leisten können.
17:23
Das hässliche Entlein Hauptschule stirbt aus
Lasst es Euch auf der Zunge zergehen: Das ist die Überschrift (!) zu einem Artikel. Diese Überschrift hat Meldungschrakter und
suggeriert, dass die Hauptschule allgemein schon als hässliches Entlein angesehen werde. Es wird formal eine Tatsache benannt, noch nicht mal in Anführungszeichen gesetzt.
Wisst Ihr, was das ist? Das ist Propaganda, Stimmungsmache in Reinstform, ja fast Demagogie!!
Was? Der Inhalt des Artikels hat einen ganz anderen Tenor? Text gelesen - in der Tat! Ja was dann? Dann ist diese Überschrift nicht mehr Propaganda; nein - das darf man wirklich nicht mehr behaupten. Aber da steht nichtsdestotrotz immer noch, die Hauptschule sei ein hässliches Entlein. Ja aber, der Autor will doch sicherlich nur sagen, dass viele Menschen so denken, oder dass die Gefahr bestehe, dass die Hauptschule in Zukunft ein hässliches Entlein werde. Ja natürlich meint er das so! Aber er schreibt doch etwas völlig Anderes!! Er schreibt in der Überschrift von Tatsachen und meint im Text eigentlich Gedanken und Mutmaßungen, in guter Absicht, keine Frage. Aber was ist das? Das ist ganz, ganz erbärmlich schlechter Stil, das ist mangelnde journalistische Ausbildung, das ist mangelndes Abstraktionsvermögen, das wird journalistische Inkompetenz, wenn es sich nicht deutlich verbessert.
Das ist eines Volontärs würdig, muss aber schnell deutlich besser werden.
Und wenn Herr Michael Passon wirklich ein Volontär ist, der noch lernen darf und muss? Warum dann so auf ihn eindreschen? Ungerecht?! Aber ja! Dann muss man nämlich seinen Vorgesetzten, seinen Lektoren, seinen Mentoren und Tutoren an den Kragen, die es dann nicht verhindert haben, dass er sich selbst so blamiert und - viel schlimmer - einen Artikel aufs Parkett legt, der stilistisch und formal als üble Propaganda daherkommt., der, selbst mit größtem Wohlwollen gesagt, so verunglückt ist, dass man noch nicht mal einen Volontär sich so blamieren lassen darf.
Wo gibt es noch Reste von Qualitätsjournalismus?
Ich meine keine perfekten Volontäre, wer ist perfekt? - Ich meine Strukturen innerhalb einer Redaktion, die so etwas verhindern. Wo ist Qualität? Wo ist ordentliche Ausbildung? Wo ist eine Qualitätskontrolle, ein Lektorat?
Neulich erst wieder das gleiche im Essener Lokalteil: Da wird ein (mutmaßlicher) Volontär nicht davor beschützt, sich zu der Meldung zu versteigen, ein Ohnmächtiger habe einen Unfall provoziert (sic!). So eine ******* wird gedruckt, bzw. online gestellt. Das grenzt nach innen an Vernachlässigung Schutzbefohlener und an üble Nachrede gegenüber dem armen Ohnmächtigen - und hier gegenüber der Hauptschule. Und dann noch das Foto mit deutlich sichtbaren Gesichtern! Der Überschrift nach hätten die Gesichter eigentlich schwarze Balken nötig. Wenn ich mich selbst erkennen würde, würde ich mich dagegen verwahren, im Zusammenhang mit diesem Artikel gezeigt zu werden.
Insgesamt übelster Schrott jenseits der Grenze des Erträglichen.
16:36
Mann! Was für eine lächerliche Propagandasch*****!
Danke an der Westen für die gestohlene Zeit.
16:26
Man ist erstaunt und erfreut über den mächtigen Intelligenzschub, der plötzlich unser Volk erfaßt hat, ein regelrechter Bildungs-Tsunami muß da ausgebrochen sein, stecken da die Gene hinter, eine Blitz-Mutation zum Besseren, hat da etwa die Ernährung durch Pommes, Cola und Snickers einen heilsamen Gehirn- und Aktivitätsausbruch gefördert?
Wir haben nur noch Gymnasiasten, jeder hat das Zeug zum Professor,. mir wird ganz schwindelig, wer repariert demnächst mein Dasch und montiert mir einen neuen Boiler, Leute mit diesem Bildungsgrad werden sich dafür doch wohl nicht die Hände schmutzig machen ...
16:16
Ihr sucht nach Systemen?
Ich suche nach Erziehung!
Ihr sucht nach Betreuung?
Ich suche nach Elternliebe und -Beschäftigung!
Ihr sucht nach Lehrer?
Ich suche nach Eltern, die Vorbild für ihre Kinder sind!
Nimm den verwahrlosten Kindern ruhig noch den letzten Hort, wo sie das Nichtgelernte beigebracht bekommen.
Die Quittung wird bald kommen!
16:06
In den letzten Jahren wurden Millionen in die Hauptschulen gepumpt, um sie durch Ganztag u.a. attraktiver zu machen, rausgeworfenes Geld.
In Arnsberg z.B. wurde eine Hauptschule für sehr viel Geld umgebaut und jetzt hat sie Mühe nur eine einizige Fünferklasse voll zu bekommen.
Wenn die Eltern und Kinder mit den Füßen abstimmen hilft auch keine Sommer!
Da muss man ohne ideologische Scheuklappen nach neuen Systemen suchen, aber da habe ich bei der jetztigen Regierung wenig Hoffnung. Sie hat ja gaaaanz andere Probleme!
16:02
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15:54
Thosten nur den Unsinn den sie mit Dir gemacht haben will diese Regierung zum System erheben.
Nachhilfedeppen kriegen Abi und Hochbegabungen landen im Gully.
In Ausnahmefällen hat die Gesellschaft dann Glück und diese Hochbegabungen sind stark genug alle Hürden die man ihnen in den Weg legt zu überwinden.
15:33
Sind jetzt alle Kinder schlauer geworden? Man muss sich doch nur einmal ansehen, wer Hauptschulen besucht. Dann braucht sich auch niemand zu wundern, warum die Eltern ihre Kind dort nicht mehr anmelden.