City-Sanierung in Moers startet nicht vor 2019

Blick vom Königlichen Hof auf die Steinstraße.
Blick vom Königlichen Hof auf die Steinstraße.
Foto: Volker Herold
Was wir bereits wissen
  • Stadt und Enni planen eine attraktivere Innenstadt, doch die Planung sind intensiver als gedacht
  • Zunächst wird im Untergrund gearbeitet, dann soll die Oberfläche neu gestaltet werden
  • Die Gründe für die Verzögerung sind vielfältig. Es geht auch ums liebe Geld

Moers..  Die Sanierung der Innenstadt wird erst 2019 beginnen. Bisher war von 2018 die Rede. Der Grund für die Verzögerung: Die Planungen für das große Projekt dauern länger als zunächst angenommen. Hinzu kommt, dass die Finanzierung der Oberflächen-Gestaltung noch im Detail geregelt werden muss.

Das Projekt: Die Abwasserkanäle sind marode

Die Abwasserkanäle in der Innenstadt sind alt und zum großen Teil marode. Wie es genau um die Kanäle bestellt ist, hat Enni Stadt & Service jetzt untersucht. Von Mai bis August wurde das Kanalsystem mit einem Kamerawagen befahren. Es war bereits die zweite Befahrung, diesmal noch intensiver. Die Ergebnisse beider Befahrungen haben die Planer bei Enni Stadt & Service nun miteinander verglichen, so dass die besonders stark angegriffenen Stellen bekannt sind. Die Informationen sind in eine Karte eingeflossen, auf der jetzt die Prioritäten der Kanalsanierung vermerkt sind. Die Kosten für die Kanalsanierung sind ebenfalls bereits ermittelt.

Aktueller Stand: Es geht um die unterirdischen Leitungen

Der Zustand von Gas-, Wasser- und Stromleitungen ist – im Gegensatz zum Kanalsystem – noch nicht vollständig erfasst, wie der Technische Beigeordnete der Stadt, Thorsten Kamp, am Dienstag auf NRZ-Anfrage mitteilte. Die Notwendigkeit, auch in diesem Bereich Leitungen auszutauschen, werde jetzt ermittelt.

Thorsten Kamp: „Es ergibt ja keinen Sinn, die Straße aufzureißen, um einen Kanal zu sanieren, um dann wenig später wieder von vorn zu beginnen, weil eine Stromleitung marode ist.“ Erst nach dieser zweiten Bestandsaufnahme, so Kamp, werde man sehen, wo man eingreifen müsse. Die Stadt und die Enni seien bei diesem Thema in konstruktiver Abstimmung, einen Start 2019 halte er für realistisch.

Nach der Sanierung: Wie soll die Fußgängerzone aussehen?

Wie soll die Innenstadt, besonders die Fußgängerzone, aussehen, wenn die Sanierung abgeschlossen ist? Schließlich bietet sich hier die Chance, die Moerser Innenstadt noch attraktiver zu machen. Doch ein neues Pflaster, wie zum Beispiel von Einzelhändlern gewünscht, kostet Geld. Hier gelte es, so Thorsten Kamp, das „Delta“ zu schließen, zum Beispiel durch Gelder aus der Städtebauförderung.