Chöre trotzen dem Regen

Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Was wir bereits wissen
Zum 50. Waldfest gab der MGV Teutonia ein Konzert mit befreundeten Vereinen

Moers..  Mit einem großen Aufgebot an Sängerinnen und Sängern feierte der Männergesangverein Teutonia am Wochenende das 50-jährige Jubiläum des „Waldfestes“ in Schwafheim.

Seit 1965 laden die Schwafheimer Sänger jedes Jahr im Juli unter den alten Bäumen der früheren „Waldlust“ zu einem zwei Tage dauernden Open-Air-Fest. Die Historie sei, so berichtet Vereinsvorsitzender Rolf Göbbels, jedoch noch viel älter. Die Chronik der Sängerfeste gehe bis ins Jahr 1909 zurück. In der aktuellen Form werde aber erst seit 50 Jahren gefeiert.

Wie schon in den 49 Jahren zuvor hieß auch diesmal das Motto „Feiern unter freiem Himmel“. Das Fest startete am Samstag. Ab 19 Uhr war bis spät in die Nacht mit der Stimmungs-Band „Concorde“ Party angesagt.

Vom Frü- zum Spätschoppen

Am Sonntag stand dann ab 11 Uhr das traditionelle Chorkonzert auf dem Programm. Dazu hatte der MGV Teutonia eine ganze Reihe befreundeter Gesangvereine eingeladen. So wirkten mit: Der MGV Frohsinn Moers, der Schwafheimer Frauenchor, der Frauensingkreis Niederberg, die Sängervereinigung Werkschor Bayer /MGV Friemersheim sowie der Knappenchor Rheinland. Leider spielte am Sonntag das Wetter nicht mit und das wichtigste Utensil der dennoch rund 300 Besucher war der Regenschirm: „Gestern war der Festplatz voll und wir hatten einen Super-Abend. Heute dagegen – wir müssen’s halt nehmen, wie es kommt“, ließ sich Göbbels die gute Laune trotzdem nicht verderben.

Ebenso wenig wie die Zuhörer, die nach jedem Gesangsstück freundlich applaudierten: „Wunder gibt es immer wieder…“, intonierte der Schwafheimer Frauenchor, worauf sich prompt die Wolken, zumindest vorübergehend, etwas lichteten. Mit dem gemeinsam gesungenen Kanon „Sing mit uns“ ging der offizielle Teil des Konzerts nach knapp zwei Stunden zu Ende.

Anschließend ging es mit einem Frühschoppen, aus dem auch ein Spätschoppen werden konnte, in der Waldlust – auch von innen feucht – weiter. Die „Gulaschkanone“ mit der allseits beliebten Erbsensuppe gab es zwar diesmal nicht, doch dafür bot das vom Schwafheimer Frauenchor aufgebaute Kuchenbüffet reichhaltigen Ersatz: „Nach dem Kirchgang gehört das Sängerfest seit Jahren für uns zum Pflichtprogramm. Und das wird auch in Zukunft so bleiben“, versicherte ein älteres, gut beschirmtes Schwafheimer Ehepaar und ging sich Biermarken kaufen.