Chöre begrüßten den Frühling

Foto: Christoph Karl Banski

Neukirchen-Vluyn..  Das Wetter hätte passender nicht sein können: Auf der Bühne des Festsaals im Sport- und Freizeitzentrum Klingerhuf läuteten am Sonntagmorgen rund 100 Sänger drei Neukirchen-Vluyner Chöre den musikalischen Frühling ein.

Lieder von Udo Jürgens

Bereits zum 13. Mal organisierten der Werkschor Niederberg, der Frauensingkreis Niederberg und der Männergesangsverein Neukirchen 1950 ihre gemeinsame Chor-Matinee, die ganz bewusst das Thema „Frühling“ aufgriff. Angestimmt wurde das Konzert von allen Chören und den Besuchern gemeinsam mit einem Mai-Lied. Danach sang jeder Chor für sich alleine seinen Part des Programms.

Der Männergesangsverein begann mit Unterstützung der Germania Schwarzenberg. Beide Chöre unterstützen sich bei Auftritten gegenseitig, um einen besseren Klang auf der Bühne zu haben. „Es macht schon einen Unterschied, ob fünf oder zehn Leute eine Stimme singen“, weiß Schriftführer des MGV Neukirchen, Hartmut Froese.

Auf ihrem Programm standen unter anderem Lieder von Udo Jürgens. Unter der Leitung von Karl Hammans trug anschließend der Werkschor seine Stücke vor. Neben den traditionellen Uniformen durften die dazu passenden Bergmannslieder nicht fehlen. Zudem präsentierten sie in der zweiten Hälfte Stücke der deutschen Gruppe „Santiano“. Der Frauenchor widmete sich dann wieder ganz dem musikalischen Frühling. Die Matinee findet jedes Jahr am Muttertagssonntag statt. Ein idealer Termin, weil das Konzert zugleich ein schönes Muttertagsgeschenk sei, findet Froese.

Auch die Sänger des MGV Neukirchen werden immer wieder mit Realitäten konfrontiert, die das Weiterführen eines Chores nicht gerade einfach machen. „Das Liedgut stammt meist aus dem 19. Jahrhundert und entspricht nicht mehr dem, was die Jugend hört,“ erklärt Georg Bruckmann, Vorsitzender des Sängerkreises Moers. Die immer wieder besondere Chor-Matinee im Klingerhuf ließ er sich gestern nicht entgehen.

Bruckmann weiß, dass fast jeder Männerchor in der heutigen Zeit Probleme hat, alleine ein Konzert auf die Beine zu stellen. „Andere Chöre sind mit der Zeit gegangen. Die Sänger der Männergesangsvereine sind leider oft zu alt, um etwas Neues auszuprobieren“, so der Vorsitzende.

Gegenseitige Unterstützung

Die Matinee zeigt jedoch, wie es klappen kann. Die Idee entstand vor 13 Jahren, da jeder Chor im Klingerhuf probte. Warum also nicht mal etwas gemeinsam machen? Das war die Devise der drei Chöre. Alle Sänger können so zusammen das Konzert planen, sich gegenseitig unterstützen und sich gemeinsam über die große Besucheranzahl freuen.