Cantare Repelen feierte das neue Jahr

Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
Was wir bereits wissen
Die Show des Repelener Frauenchores endete mit einem langen Beifall

Moers..  Was viele traditionelle Gesangvereine bisher nicht geschafft haben, das ist „Cantare“ in Repelen in den letzten Jahren locker gelungen: Die Verjüngung des Mitgliederkreises und die Modernisierung des musikalischen Repertoires. Der 1990 in „Cantare Repelen“ umgetaufte Frauenchor besteht heute aus vier Chorgruppen, die verschiedene Musikstile pflegen und zählt 48 aktive Sängerinnen. Rund 40 davon aus den Formationen „Musical Collection“ und „New Generation“ im Alter von 17 bis 72 Jahren standen am Sonntagnachmittag im Kulturzentrum Rheinkamp auf der Bühne und präsentierten ihre Neujahrsshow 2016.

„Ich bin unheimlich stolz, Ihnen so viele neue, junge Sängerinnen vorstellen zu können“, begrüßte Chorleiter Hermann-Josef Roosen die rund 350 Gäste im Saal. „Bei uns sind alle Generationen vertreten“, freute sich auch Vorsitzende Marliese Brinkmann, die selbst eine begeisterte Sängerin ist. „Singen ist für mich die beste Möglichkeit zu entspannen. Es macht den Kopf frei und vor allem jede Menge Spaß“, bestätigt Monika Weyers, die auch zwei Krücken nicht von einem Auftritt abhalten konnten.

Eine Begeisterung, die ansteckend wirkt. Sind doch zwei Töchter und eine Nichte ebenfalls im Chor. „In den beiden Vokal-Ensembles haben sich die Sängerinnen auf moderne Musikrichtungen spezialisiert. Dabei geben wir keine herkömmlichen Chor-Konzerte, sondern wollen dem Publikum eine Show auf hohem Niveau mit Choreographie, vielen Soloeinlagen und professioneller Licht- und Soundtechnik bieten“, erklärt Marliese Brinkmann.

Zweistündiges Programm

Den Beweis lieferte ein rund zweistündiges Programm, bei dem Chor- und Solosängerinnen neben aktueller – allerdings meist englischer – Musical- und Popmusik auch Evergreens der vergangenen Jahre präsentierten. Stargast des Abends war, wie bereits im letzten Jahr, Nina Nyembwe. Ein, wie sie sagte, „echtes Kölsches Kind“ und eine Sängerin, deren Stimme so schwarz wie ihre Haare und so voluminös ist wie der Unterlauf des Kongo, an dessen Ufer sie geboren wurde. Mit ihrer „Tina-Turner-Stimme“ durfte bei ihren Liedern „Simply The Best“ natürlich nicht fehlen.

Damit auch das männliche Element nicht zu kurz kam, mahnte der Chor „Stand By Your Man“, und Chorleiter Roosen gab zur Freude der Zuhörer solo eine deutsche Version von Sinatras „My Way“ zum Besten. Mit einem „Tribute To Queen“ und der üblichen Zugabe, an der sich auch Nina Nyembwe beteiligte, ging eine großartige Neujahrs-Show zu Ende, für die sich die Zuhörer mit langem Beifall bedankten.