Bürger äußern sich gegen das Bordell

Neukirchen-Vluyn..  Die halbe Stunde am gestrigen Abend hatte durchaus ein wenig Unterhaltungswert. Zumindest rhetorischer Art, da man doch sehr bemüht war, sachliche Umschreibungen für das anstehende Thema zu finden. Im Zuge der frühzeitigen Beteiligung hatte die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit zur geplanten Bebauungsplanänderung 15c angehört. Dahinter verbirgt sich die Absicht, die Ansiedlung eines Bordells an der Weserstraße im Gewerbepark Nord zu unterbinden.

Die Politik hatte die Entscheidung im November des vergangenen Jahres getroffen. Nun galt es, um Zuge des Planverfahrens die notwendigen Schritte zu durchlaufen. Dabei wurde zunächst kurz und knapp erklärt, dass ein Flächennutzungsplan die räumlich funktionalen Ziele der Stadtentwicklung definiert, und „ein B-Plan setzt rechtsverbindlich fest, was wie geplant wird“. Das anschließende Gespräch behandelte Fragen, warum man solches Gewerbe nicht im ganzen Stadtgebiet unterbinden könne, und was passiere, wenn auf einem angrenzenden Grundstück, das nicht Teil der Fläche ist, ein ähnliches Anliegen vorgebracht wird.

Zudem wollte ein Bürger wissen, ob die Stadt Nachteile durch die Ablehnung hätte, was die Verwaltung verneinte. Auf Nachfrage, ob der Betreiber bereits den Klageweg eingegangen sei, hieß es, davon sei nichts bekannt. Auf die Frage, wie genau die Pläne aussehen, erklärte der Technische Beigeordnete Ulrich Geilmann, dass eine Betriebsbeschreibung bei einer Bauvoranfrage nicht vorliegen müsse. Geilmann: „Da ist die Fantasie eines Erwachsenen durchaus ausreichend, um sich vorzustellen, was gemeint ist.“

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