Blumenvielfalt im Kamp-Lintforter Zechengarten

Bei Kurt und Ulla Friederiszik in ihrem Bergmannsgarten. Hier der Hausherr mit dem selbstgebauten Grill.
Bei Kurt und Ulla Friederiszik in ihrem Bergmannsgarten. Hier der Hausherr mit dem selbstgebauten Grill.
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Ulla und Kurt Friederiszik arbeiten seit 13 Jahren an ihrem kleinen aber feinen Paradies. Neben einheimischen Pflanzen haben sie auch einen Kiwibaum.

Kamp-Lintfort..  Ein liebevolles Durcheinander, das beschreibt den Bergbaugarten des Ehepaars Friederiszik wohl am besten. „Als wir vor 13 Jahren hierher gezogen sind, glich der Garten einer Wüste“, erzählt Kurt Frederiszik. Seitdem kümmern der 85-Jährige und seine Frau Ulla sich fleißig um ihr kleines Paradies. Ein kleiner, recht schmaler Weg führt in den 80 Quadratmeter großen Garten. Rechts liegt ein kleiner Teich, den die Vögel gerne als Trinkbecken benutzen. Bewacht wird er von einigen bunten Gartenzwergen. Direkt gegenüber steht ein selbstgebauter Steingrill. Gebrutzelt wird dort aber nur selten. „Manchmal, wenn wir Besuch haben, dann grillen wir ‘mal. Zu zweit lohnt sich das nicht“, erklärt Ulla Friederiszik. Neben der Feuerstelle hat der Rentner in Eigenarbeit eine Art Laube errichtet, die vor Sonne oder Regen schützt. Mittig im Garten hat der Vorbesitzer Weinreben zurückgelassen, um die sich Kurt Friederiszik jetzt kümmert. Doch das Ehepaar hat auch noch andere Früchte in seiner grünen Oase: einen großen Walnussbaum, auch einen Apfel- und einen Pflaumenbaum, dazu noch eine Kiwipflanze.

Zum Staunen

Darüber hinaus lädt die üppige Blumenpracht zum Staunen ein. Der Duft von roten Rosen liegt in der Luft. Die Hortensien zeigen ihre ganzen Glanz. Im Garten der Familie blühen Dahlien, Petunien, Sonnenblumen und Geranien. Im hinteren Bereich der Grünanlage hat Kurt Friederiszik in einem kleinem Gewächshaus Tomaten gepflanzt: „Leider haben wir hier ein großes Problem mit Schnecken. Die fressen alles ab, auch die Tomaten. Das ist sehr ärgerlich“. Generell ist es viel Arbeit, den Garten zu pflegen. „Ich verbringe in der Woche fünf Stunden damit“, erzählt der Rentner. Blumen müssen gegossen werden und Unkraut gejätet. Eigens dafür hat der 85-jährige sich Knieschoner besorgt. „ Die Natur erobert den Garten. Es ist ein bisschen zugewuchert hier. Aber solange es nicht zu viel wird, ist es nicht ganz so schlimm. Wir brauchen keinen akkuraten und perfekten Garten“, gesteht Ulla Friederiszik.

Mit der Beschaffung des Bodens hat das Ehepaar nicht sonderlich viel Glück gehabt: „Er ist nicht wirklich nahrhaft. Es braucht schon sehr viel Fleiß und Geduld, bis die Blumen anfangen zu sprießen“. Algendünger unterstützt das Wachstum. Viele der Pflanzen sind winterfest: „In unserem Alter kann man einfach nicht jeden Winter noch massig Pflanzenkübel ‘reinschleppen. Das ist nicht machbar.“

Nach der Arbeit das Vergnügen

Und die Mühe lohnt sich. Kurt Friederiszik ist jeden Morgen schon vor dem Frühstück in seinem Garten und entspannt dort. „Ich lese gerne oder beobachte die Vögel. Wir haben hier viele Brutmöglichkeiten und hatten in der letzten Zeit drei Junge, die geschlüpft sind.“