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Bio und Burger - in Moers passt es eben doch

12.01.2016 | 08:00 Uhr
Bio und Burger - in Moers passt es eben doch
Das Caféhaus J. Küppers in der Moerser Innenstadt schließt. „Ali und Rick“ ziehen ein.Foto: Heiko Kempken

Moers.   Sebastian Lipperheide will an der Steinstraße in Moers das Schnellrestaurant „Ali & Rick“ eröffnen, dessen Karte ein Sterneküche-Profi konzipiert

Die Steinstraße bekommt ein neues Restaurant. In den ehemaligen Räumen von Café Küppers will Sebastian Lipperheide den Beweis antreten, dass Bio und Fastfood zusammenpassen. Der Name „Ali & Rick“ deutet an, was im Mittelpunkt der Karte stehen soll: Kebap und Burger. Angebote für Vegetarier und Veganer wird es auch geben, verspricht Lipperheide.

Der 32-Jährige stammt aus Kamp-Lintfort, hat aber seit mehreren Jahren seinen Lebensmittelpunkt in Berlin. Und genau dort hat er erlebt, dass gehobene Küche und Fastfood kein Widerspruch sein müssen. „Der Fastfood-Markt befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Der Konsument beginnt, sich stärker dafür zu interessieren, was er da eigentlich isst. Das ist ein großer Segen für alle Beteiligten.“

Sebastian Lipperheide zieht daraus die Konsequenz, die Zutaten fürs Restaurant in der Region zu kaufen und bei Fleisch darauf zu achten, dass es aus artgerechter Tierhaltung kommt. Also wird’s bei „Ali & Rick“ Luxus-Burger geben? Lipperheide widerspricht vehement: „Mit Luxus verbinde ich Überfluss, Verschwendung, Dekadenz. Unsere Produkte sind das Gegenteil. Unser Fokus liegt auf Nachhaltigkeit.“ So viel wie möglich soll in der Küche an der Steinstraße selbst entstehen. Lipperheide will deshalb für die sechs Burger-Varianten keine Fleischrohlinge verwenden, sondern Steaks vom Metzger selbst durch den Fleischwolf drehen, würzen und braten. Statt vom fertigen Spieß soll auch das Fleisch für den Kebap vom Metzger kommen. Geplant sind zudem Grillgemüse, hausgemachte Fritten, Salate und Nachtische.

„Werden wir ändern“

Was die „flüssige Nahrung“ angeht, lässt Sebastian Lipperheide die Katze noch nicht aus dem Sack. In der Region würden noch immer „Getränke aus den 90er Jahren“ serviert, will er beobachtet haben: „Das finde ich lustig. Werden wir aber ändern.“

Apropos „wir“: Lipperheide ist nicht allein. Wie es der Zufall will, ist er mit einem Profikoch befreundet. Michael Mackels, ebenfalls ein Niederrheiner, hat lange die Küche des Restaurants VAU von Sternekoch Kolja Kleeberg geleitet und betreibt inzwischen sein eigenes Restaurant in Stralsund. Er konzipiert die Karte für „Ali & Rick“ und ist Anteilseigner.

Für ihr Moerser Restaurant suchen die beiden freilich noch einen Koch. Sebastian Lipperheide, der als Marketing-Experte in der Modebranche arbeitet, wird nicht in der Küche stehen: „Ich möchte meine Gäste bewirten und im besten Fall fröhliche Gesichter sehen.“ Eröffnung ist Anfang April.

Thomas Wittenschläger

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