Bier weckte die Lebensgeister
15.11.2009 | 18:08 Uhr 2009-11-15T18:08:00+0100Neukirchen-Vluyn. Etwas länger durfte Hoppeditz bei der Karnevalsgesellschaft Neukirchen-VLÜ-KA-GE Rot-Weiss schlafen. Erst drei Tage später hatte man auf dem Leineweberplatz in einer Openair-Veranstaltung den Versuch gestartet, die närrische Kultfigur zum Leben zu erwecken.
Pünktlich um 11.11 Uhr marschierte ein Zug rot-weißer Narren auf den Festplatz, wo zu diesem Zeitpunkt bereits viele Leute vor dem Bühnenwagen warteten.
Präsident Dieter Rink und sein Vize Jörg Thiem ließen den schlafenden Schelm auf einer Bahre nach oben schaffen, wo er gemütlich vor sich hin duselte. Erst nach etlichen „Helau”-Rufen zuckte er sichtlich, nach einem Bier wurde er dann vollends munter. Andre Schellen, Chef der Tanzgarden der Gesellschaft, hatte in diesem Jahr die Ehre, den Hoppeditz darzustellen. In einer zündenden Rede feuerte er auf die Neukirchen-Vluyner Kommunal-Politik.
Trotz Regens ließen die Tanzgarden es sich nicht nehmen, ihr Können zu zeigen. Allen voran die „Püppchen”, eine Kindergarde für Vier- bis Achtjährige. Sie hatten auf dem nassen Untergrund mit der Standfestigkeit zu kämpfen. Das Präsidium wurde mit der Zeit zu einem Putzkommando. Natürlich durfte an diesen Vormittag auch Angelika Siegel nicht fehlen, die mit ihren Liedern die Narren zu unterhalten versteht. Die „Oedingsche Jonges” aus Krefeld ließen mit ihrer Musik den Regen vergessen. HPE
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