Beikircher wirbt für Moers Kaffee
03.09.2009 | 19:34 Uhr 2009-09-03T19:34:00+0200Moers. Gut einen Liter Kaffee – „auf nüchternen Magen” trinkt Konrad Beikircher jeden Morgen. Dass dieser besser nicht pur und schwarz daherkommt, versteht sich von selbst. „Frau Schoofs, haben Sie ein bisschen normale Milch für mich?” fragte der Kabarettist gestern im Cafe Mundo.
„Von der Kuh, Herr Beikircher?” fragte Claudia Schoofs spontan zurück. Sanft, aber mit Nachdruck hatte die Mitarbeiterin des Weltladen-Cafés den Schirmherr der fair gehandelten Kaffeemarke „Rheinische Affaire” nach seiner letzten Lesung vor Ort bearbeitet, damit der Pate des „Moers Kaffees” zu Werbezwecken auf ein Tässchen vorbeischaut. Gestern war er da – ohne Heizdecken, dafür aber mit viel Zeit und Geschichten für die Cafébesucher im Gepäck.
Schwitzkissen für Anzüge
Pads? „Schwitzkissen für Anzüge”, parierte der Kabarettist alle Angriffe auf die Ehre des Kaffeetrinkers. Bei der Zubereitung sei er ganz der Italiener, so der gebürtige Südtiroler. Seit Jahren engagiert sich Beikircher unter anderem für das fair gehandelte biologische Produkt. „Wenn man einen gewissen Bekannheitsgrad hat, ist Engagement eine Verpflichtung”, so Beikircher, „dieser Verantwortung muss man sich stellen.” So plauderte der Kabarettist eine Stunde lang über Muckefuck, Espresso in Neapel, Renovierungsarbeiten in Bonn und musikalische Grenzgänge, bevor er sich auf den Weg zu seinem Auftritt im Oberhausener Ebertbad machte. „Wie lange brauche ich dahin?” „Viertelstündchen”, schrumpfte Claudia Schoofs ohne mit der Wimper zu zucken die Anreise auf die Zeit einer Kaffeepause. Die Cafébesucher dankten ihr das Viertelstündchen - so viel Beikircher privat und umsonst kriegt man sonst auf keiner Kaffeefahrt.
0mitdiskutieren