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Bassi hat die Kirche im Visier

21.05.2008 | 22:55 Uhr

COMEDY ARTS FESTIVAL. Trotz steigender Kosten gibt es wieder ein ansprechendes Programm in der Arena auf dem Kastellplatz.

Das wäre das Einzige, was nicht passieren dürfte: fette Güsse von oben. "British Events" nehmen so etwas mit der angemessenen englischen Reserviertheit.Komische Spitzenklasse: Ursus undNadeschkin.

MOERS. Die gute Nachricht zuerst: Es darf gelacht werden. Vom 8. bis 10. August kommen die Comedians, Clowns und Conferenciers nach Moers, um beim mittlerweile 32. Comedy Arts Festival ihr Kurzweil zu treiben.

Finanziell wird's allerdings von Jahr zu Jahr eindeutig enger für die Veranstalter des Comedy Arts Festivals; während die Stadt ihren Beitrag gedeckelt hat, steigen die Kosten fröhlich weiter, zuletzt kam auch die Mehrwertsteuer-Erhöhung dazu. Qualitativ merkt man dem neuen Programm davon kaum etwas an, bestenfalls, dass die Zahl der gebuchten Acts etwas gesunken ist.

Ohne die Sparkasse am Niederrhein und deren Kulturstiftung hätten die Macher des Festivals allerdings wenig zu lachen. Da lehnt man sich gerne an, denn ohne die große Arena auf dem Kastellplatz ginge es ja wirklich nicht. Der Medienpartner NRZ mit seinem gut dotierten Preis für den innovativen Auftritt des Festivals hilft ebenfalls dabei, wie auch einige andere Sponsoren.

Was Holger Ehrich an Programm auf die Beine gestellt hat, schließt nahtlos an an das Niveau der vergangenen Jahre.

Ohne hier die gesamte Abfolge aufzuzählen, seien einige Highlights genannt: Der große Clown mit dem schwärzesten Humor der Welt kommt wieder einmal vorbei: Leo Bassi. Diesmal hat er sich die dunkle Seite klerikaler Macht aufs Korn genommen.

Der Moderator des ersten Abends, Ingo Oschmann, ist weithin aus dem Fernsehen bekannt. "Aber er ist live sooo viel besser," verspricht der künstlerische Leiter.

Zwischen Artisten und Komikern fallen die eine oder andere Nummer aus dem Rahmen: Junge Hip-Hopper mit dem Gruppennamen "Q.L.G.", die Antidiva Annamateur mit der Mordsstimme und den herrlich drastischen Sprüchen, Kabarettistin Nessi Tausendschön und vor allem Ursus & Nadeschkin, die schweizerische Antwort auf die Marx-Brothers, ein Act, auf den sich auch die Geschäftsführerin des Veranstalters "Volksschule", Wencke Seidel, besonders freut. In Kombination mit deren Auftritt wird eine extrem witzige Ausstellung "Kunst aufräumen" von Ursus im Peschkenhaus gezeigt.

Alle Abende bekommen eine Moderation und Pausenaktionen, unter anderem von "British Events" und von "Fool Pool".

Der Tag des Straßentheaters wird noch weiter ausgebaut, er findet am 2. August statt. City-Kaufleute machen es möglich.HIER GIBT'S KARTENDie schlechte Finanzlage macht es notwendig: Die Eintrittspreise für das Comedy Arts Festival werden moderat angehoben. Die Festivalkarte kostet jetzt 52 Euro; Beim Jugend-Sparticket kostet die preiswerteste Tageskarte 14 Euro. Der Vorverkauf läuft unter anderem in der NRZ/WAZ-Geschäftsstelle.

KARL DANIEL

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