Barfuß in den Frühling

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Was wir bereits wissen
m Jungbornpark hat am Sonntag die Barfußpfad-Saison begonnen. Viele ehrenamtliche Helfer haben ihn herausgeputzt

Moers..  Wenn die Vögel singen, das Thermometer steigt und draußen wieder das erste Eis gegessen werden kann, beginnt auch im Jungbornpark eine neue Saison. Der Barfußpfad in Repelen lockt Besucher dann wieder mit vielen Möglichkeiten, in der Natur etwas für Geist und Körper zu tun. „Repelen aktiv e.V.“, der Felkeverein und andere freiwillige Helfer haben in den letzten Wochen keine Mühen gescheut, um den Barfußpfad bereit für den Frühling zu machen.

„An den letzten drei Wochenenden haben wir hier mit 20 Leuten ehrenamtlich gearbeitet, auch noch unterstützt durch die Feuerwehr“, berichtete Traute Olyschläger-Ohlig, erste Vorsitzende des Vereins „Repelen aktiv“, dessen Mitglieder für den Barfußpfad zuständig sind. „Wir sammeln das ganze Jahr über Spenden für den Park, vor allem beim Dorffest“, so Kassierer Wolfgang Reith.

Am Sonntagnachmittag war es soweit, bei kostenlosem Eintritt konnten große und kleine Besucher ihre Füße auf den verschiedenen Belägen mal wieder ganz frei atmen lassen. Das Wetter spielte mit, der strahlende Sonnenschein tröstete darüber hinweg, dass die nackten Füße zwischenzeitlich doch noch ein wenig kalt waren.

Etwas Mut fürs kalte Wasser

Große Veränderungen auf dem Pfad gibt es nicht. „Wir haben aber alle Beläge erneuert“, erzählte Olyschläger-Ohlig. Weicher Rindenmulch und feste Holzpflaster wechseln sich mit Waldboden und steinigen Belägen ab. Zwischendurch können die Besucher mit den nackten Füßen über die Wiese oder über kleine bunte Glasperlen wandern, bevor es über Sand, Splitt und Kies geht.

Etwas mehr Mut erfordert das Wassertreten: Im April ist das Wasser sehr kühl. Am Ende wartet stets das Lehmbad. Wer nicht nur etwas für die Füße, sondern auch etwas für die Ohren machen wollte, hatte die Möglichkeit seinen Kopf ganz weit in den „Summstein“ zu stecken. „Einfach den Kreislauf auf Trab bringen und alle Sinne spüren, deswegen bin ich hier“, erklärte eine Besucherin. „Und für meine Kinder ist es ohnehin ein Riesenspaß, durch den Lehm zu laufen.“

Im Felke-Museum informierte Christa Wittfeld über die Arbeit des naturkundigen Pfarrers. Hier gab es auch ein leckeres Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee. Der Posaunenchor Repelen sorgte für die musikalische Begleitung. Beim gemütlichen Plausch waren sich die Besucher einig, dass der Barfußpfad nicht nur gesund ist, sondern auch Spaß macht.