Ballettschule zieht später um
12.10.2009 | 17:11 Uhr 2009-10-12T17:11:00+0200Kamp-Lintfort. Darin war sich der Kamp-Lintforter Rat einig: Im Alten Rathaus sind bisherige Nutzer und die Musikschule gut aufgehoben - auch wenn die zu ihr gehörende Ballettschule (noch) nicht mitziehen kann.
„Die CDU hat dem Umbau des Alten Rathauses zugestimmt - für einen Erhalt der Bausubstanz und für energetische Verbesserungen”, erklärte CDU-Fraktionschef Matthias Gütges. Das Ziel der vollständigen Zusammenführung der Musikschule dürfe jedoch nicht auf den St. Nimmerleinstag terminiert werden. Nach zwei Jahren sollte die Verwaltung deshalb automatisch eine neue Drucksache zum Umzug des Balletts im Fachausschuss vorlegen.
Davon waren die Sozialdemokraten wenig angetan. Rene´ Schneider verwies darauf, dass eine Ansiedlung von Musikschule und Ballett in der obersten Etage des Gebäudes „an anderer Stelle Brüche zur Folge hätte”. Sprich: Für alle ist dort derzeit kein Platz.
Jetzt keine Fristen setzen
Doch es sei wünschenswert, dass das Ballett nachzieht. „Wir haben das als Politik im Auge”. Dafür bedürfe es keiner neuerlichen Verwaltungsvorlagen. Die Grünen teilen diese Einschätzung und verwiesen darauf, dass ein Umzug der Ballettschule mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden - und allein deshalb derzeit nicht zu realisieren sei.
„Wir schießen nicht mit Drucksachen”, antwortete Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt. Die vernünftige Unterbringung der Musikschule sei ein Riesenschritt. Da Fristen zu setzen, sei unangemessen, auch weil ein Nachzug der Ballettschule im Eigeninteresse der Verwaltung liege. Wenn der Haushalt 2010 beraten werden, „hat die Politik das Wort”. Landscheidt: „Lassen sie uns das gemeinsam angehen.”
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