Das aktuelle Wetter Moers 11°C
Gemeindeentwicklung

Aus zwei mach eins

15.06.2010 | 18:59 Uhr
Aus zwei mach eins

Issum.Ein erster Workshop zum Issumer Demographie-Konzept hat sich mit den Entwicklungschancen und Per-spektiven für die Gemeinde Issum beschäftigt. Schwerpunkte waren die Bewältigung des demografischen Wandels mit den Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung, die (auch soziale) Infrastruktur und daraus abzuleitende Handlungsschritte.

Sowohl aus einer Passantenbefragung, aus Gesprächen mit Meinungsträgern und aus der Analyse und Erhebung durch das Büro ASS ergab sich: Issum ist ein attraktiver Wohnstandort und bietet eine hohe Lebens- und Wohnqualität. Es fehlen im Wohnungsmarkt über die Einfamilienhausstruktur hinaus jedoch Angebote für Mehrgenerationenwohnen oder altengerechtes Wohnen. Die Anbindung über die B 58 und A 57 an das Ruhrgebiet, Düsseldorf, die Niederlande und an Städte und Gemeinden in näherer Umgebung gilt als optimal.

Das Gemeinwesen in Issum ist geprägt durch ein intaktes und sehr aktives Leben. Die Gemeinde, 1969 durch die kommunale Neuordnung entstanden, ist gekennzeichnet durch die parallele Existenz der Ortsteile Issum und Sevelen. Der Gedanke, eine Gemeinde zu sein, sei bis heute weder im gesellschaftlichen Leben noch „in den Köpfen“ der Bevölkerung tief genug verankert.

Potenziale
entfalten

Den Vorteilen der sehr wohnungsnahen Versorgung, der Überschaubarkeit und Identifikation steht in den Dörfern als Nachteil gegenüber, dass das Potenzial in vielen Fällen nicht ausreicht, umfassende und qualifizierte und erst recht spezialisierte Angebote zu etablieren.

Für die Erhaltung der Ortskerne und den Ausbau von Angeboten im Hinblick auf Verdichtung des Einzelhandels, Etablierung von Außengastronomie und die verbesserte Präsentation zum öffentlichen Raum besteht Handlungsbedarf. Der Ausbau des Gewerbegebiets und die damit verbundene Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ist ein Ziel der Gemeindeentwicklung. Der Ausbau des Tourismus sollte als zukunftsträchtiger Wirtschaftsfaktor erfolgen.

Schlussfolgerung aus vorgenannten Erkenntnissen: Issum ist attraktiv und hat Potenzial, verkauft sich aber unter Wert. Ziel sei, die Attraktivität Issums weiter zu steigern und die Angebote auszubauen, um so dem demografischen Wandel durch das Halten der eigenen Bevölkerung und Zuzug von Auswärtigen begegnen zu können. Dafür soll einer breiten Klientel attraktiver Wohnraum geboten werden – in einer Mischung verschiedenen Wohnformen, muss das Ziel sein. Dabei sollten auch innerörtliche Flächen und Bestandsimmobilien in den Wohnungsmarkt integriert werden. Angestrebt wird eine konzertierte Aktion zwischen allen Beteiligten (Stadt, Flächeneigentümer, Banken, Unternehmer), um Bauland möglichst kurzfristig bereitzustellen und auch in den Ortskernen Issum und Sevelen Wohnungsbau für alle Zielgruppen (unter anderem junge Familien, Alleinstehende, Mehrgenerationen) realisieren zu können.

Volker Strommenger

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3334289/create

Aktuelle Fotos und Videos
Musik und Sonne pur
Bildgalerie
Moers Festival
Helges Heimatabend im Zelt
Bildgalerie
Helge Schneider
Freibad in Kamp-Lintfort öffnet
Bildgalerie
Lifestyle
Unwetter am Niederrhein
Bildgalerie
Wetter
Aus dem Ressort
Lösung noch vor Mitternacht
Wissenschaft
Studierende des zweiten Semesters aus dem Studiengang „Medien und Kommunikationsinformatik“ der Fakultät Kommunikation und Umwelt nahmen an einem Programmierwettbewerb zur Erstellung kleiner Helfer-Programme teil.
Dank an die Finder
Kriminalität
Moers. Es ist etwas ungewöhnlich: Sigrid Mayer wurde bestohlen, aber sie möchte sich bedanken. Und zwar bei drei Jugendlichen, die ihr das Portemonnaie zurückbrachten, das ihr Taschendiebe am Mittwochmittag gestohlen hatten.