Aumühle: Theußen legt nach
23.01.2010 | 13:00 Uhr 2010-01-23T13:00:00+0100Moers. Am Tag danach hatte Karl-Heinz Theußen immer noch einen dicken Hals. Die Präsentation des Projekts Aumühle samt ökologischer Anpassung des Bereichs südlich des Freizeitparks war im Planungsausschuss aus dem Ruder gelaufen.
Und ganz nebenbei entstand der Eindruck, Theußen selbst wolle das Moerser Kleinod nach der Restaurierung bewohnen. Gestern unterstrich Theußen noch einmal: „Nein. Ich ziehe da nicht ein.”
Vor allem von der Linksfraktion fühlt sich der sci-Geschäftsführer unverstanden und auch ein bisschen aufs Glatteis geführt. „Ich habe die Pläne dort auf Anfrage vorgestellt und gemerkt, dass es ideologische Vorbehalte gegen das Projekt gab.” Motto: ein Palast für den sci. Also habe er ironisch gesagt: „Natürlich, es ist eine Villa im Tessin und der Geschäftsführer zieht ein.” Dass er sich auf Anfrage der Redaktion vor der Ausschusssitzung nicht eindeutig von dem Vorwurf distanziert hat, bezeichnet Theußen im Nachhinein als Fehler.
Aus Theußens Sicht, der der Linken beim Thema Barrierefreiheit in der Planung entgegengekommen sei, ist aber auch das Verhalten der anderen Fraktionen fragwürdig.
Politik soll mitgestalten
Er meint die Forderung, die alte Zuwegung beizubehalten, ohne zu sagen, wie man das bewerkstelligen soll. Fakt sei nämlich: „Der Weg, der direkt am Mühlrad vorbeiführt und daher attraktiv ist für Spaziergänger, passt nicht ins ökologische Konzept der Lineg.” Und das sei so ausgerichtet, dass es förderfähig sei. Theußen: „Sonst soll die Stadt Moers es selbst bezahlen, dann kann die Politik alles so haben, wie sie es will.” Theußen macht klar: „Das ist außerdem nicht Sache des sci, sondern der Stadt. Und der Lineg.” Er sieht aber noch Kompromisschancen.
Irritiert ist der sci-Geschäftsführer auch über das Vorgehen der Verwaltung. „Da müssen in einer Ausschusssitzung die Gäste reden, und die Fachabteilung hält sich bei kritischen Nachfragen höflich zurück.”
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