Auch Moers hat jetzt seinen „Werbering“

Wir künftig von einer Eventfirma organisiert: Der „Moerser Herbst“ in der Innenstadt.
Wir künftig von einer Eventfirma organisiert: Der „Moerser Herbst“ in der Innenstadt.
Foto: Christoph Karl Banski
Einzelhändler arbeiten bei Stadtfesten künftig mit einer Düsseldorfer Eventfirma zusammen

Moers..  Aus der Aktivgemeinschaft Moers (AG Moers) wird der Werbering Moers – diese Namensänderung verkündete der Vorsitzende Thorsten Fischer jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz. Grund für die Namensänderung: In fast allen Städten, so Fischer, liefen die Zusammenschlüsse der Einzelhändler unter der Bezeichnung „Werbering“, weshalb man sich angleichen wolle.

Die beiden Stadtfeste, der „Moerser Frühling“ sowie der „Moerser Herbst“, werden zukünftig von der Düsseldorfer Eventfirma „Orion“ organisiert – kein unbekannter Name, zeichnen die Düsseldorfer doch auch für Stadtfeste in Münster, Kempen, Bonn, Neuss und Wuppertal verantwortlich. Auf die Frage, warum man die Moerser Feste nicht von einem Moerser Unternehmen oder vielleicht auch von der Moers Marketing GmbH organisieren ließe, lautete die Antwort des Werbering-Vorstandsmitglieds Roland Brökelschen, die Moers Marketing sei „mit der Werbung überfordert“.

Im Übrigen will man laut Thorsten Fischer jetzt stärker Werbung für die Mitgliedsfirmen des Werberings betreiben; rund 70 sind es an der Zahl, die einen Monatsbeitrag von mindestens 20 Euro zahlen. Anderenorts sei die Beteiligung der Einzelhändler an den Werberingen höher, beklagt der Vorsitzende.

Man muss sich zusammenraufen

Indes habe man in der letzten Zeit auch über die Stadtgrenzen hinaus Werbung für die Stadt gemacht, wolle bald auch in Venlo werben, so Fischer. Dieses Engagement für die Einkaufsstadt Moers erhalte auch immer mehr Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung. Dazu Optiker Brökelschen: „Wenn man sich in Moers nicht zusammenrauft...“

Dieses Raufen wünscht sich der Werbering auch hinsichtlich der Ladenöffnungszeiten. Als Einkaufszentrum unter freiem Himmel, so Thorsten Fischer, müsse man die Öffnungszeiten genormt bekommen: „Ich erwarte als Besucher der Innenstadt, dass die Läden nicht um 13 Uhr schließen.“ Dies bedeute allerdings, dass der Einzelhändler, der selbst in seinem Geschäft stehe, eine Sechs-Tage-Woche habe.

Das Dauerthema Weihnachtsbeleuchtung wurde ebenso angeschnitten wie das Dauerthema Parkplätze: Der Werbering plädiert dafür, zu Zeiten, in denen der Kastellplatz durch Veranstaltungen belegt ist, den Wochenmarkt vom Neumarkt komplett auf die Stein- und die Neustraße zu verlegen. Auch wenn sich der Name geändert hat, die Probleme bleiben die alten.