Auch die Kamp-Lintforter Jugend mischt mit

Ein Werk ist schon vollbracht, viel mehr sollen es werden:  Bunt bepflanzte Europaletten setzen Farbakzente am Pappelsee.
Ein Werk ist schon vollbracht, viel mehr sollen es werden: Bunt bepflanzte Europaletten setzen Farbakzente am Pappelsee.
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020: Der Arbeitskreis Pappelsee hat viele Ideen, wie das Gelände wieder zu einem attraktiven Treffpunkt werden kann

Kamp-Lintfort..  An Ideen, Wünschen, Vorstellungen und Verbesserungsvorschlägen mangelt es in der Arbeitsgruppe Pappelsee nun wirklich nicht. Gut 30 Kamp-Lintforter machen allein hier mit, manche auch zusätzlich in anderen Gruppen des Förderkreises, der die Stadt schön machen will für die Landesgartenschau 2020.

Das Engagement der Bürger ist enorm und – generationenübergreifend. „Bei uns sind bestimmt acht bis zehn Jugendliche dabei, die sich einbringen und tolle Ideen haben“, freut sich die Sprecherin des Arbeitskreises, Cornelia Bothen. Sie haben ziemlich konkrete Vorstellungen, wie die zentrumsnahe ehemalige Badeanstalt an der Bertastraße und der Park drumherum aus der Schmuddelecke herausgeholt und wieder zu einem attraktiven Treffpunkt für junge Leute werden kann. Zum Beispiel hätten sie gerne eine „Chillecke“, am liebsten nahe des schon existierenden Grillplatzes. Idealerweise gäbe es auch ein Café und einen Platz für Open Air Veranstaltungen wie Kino oder Konzerte. Viktoria Hagel ist 15 und macht „aus Spaß“ mit: „Ich packe halt gerne mit an“, sagt die Schülerin. Sie und ihre jungen Kollegen in der Arbeitsgruppe haben auch schon eindeutig erkannt, dass sie, wenn sie noch mehr Teens ins Boot holen wollen, andere Wege wählen müssen und arbeiten schon an einem Flyer. Die Ideen der jungen Leute sind schön, haben aber einen kleinen Haken: die Arbeitskreise arbeiten ehrenamtlich und ohne Budget. Da müssen großzügige Sponsoren her. Aber wenn so ein Ruck durch die Stadt geht wie jetzt, darf man auch ruhig mal mit beiden Beinen fest in den Wolken stehen.

Einfach mal aufräumen

Es geht natürlich auch ganz bodenständig. Ein paar Leute aus der Gruppe kümmern sich ganz schnöde darum, dass das Gelände aufgeräumt wird. „Im Förderkreis denken die Leute eben anders. Sie fragen, was kann ich für meine Stadt tun“, sagt Uli op de Hipt. Er engagiert sich dafür, so etwas wie einen Trimm Dich Pfad am Pappelsee zu installieren, neudeutsch „Playpark“.

Robert Buchenhofer kümmert sich mit ein paar Mitstreitern um die Hundewiese, die derzeit nur inoffiziell genutzt werden darf. „Aber da sieht es sauberer aus, als drumherum“, ist er sicher.

Ein Werk ist schon vollbracht: Am Eingang zum Park stehen mit leuchtend bunten Blumen bepflanzte Europaletten. Thomas Drese und seine Schwester Barbara kümmern sich drum und gießen. Von den Paletten sollen bald noch viel mehr auf dem Gelände stehen, ebenso vielfältige Sitzgelegenheiten, und in Absprache mit der Stadt wollen die Pappelsee-Stadt-Helden das dichte Grün lichten und den Blick freigeben auf den idyllischen See. Die Gruppe wächst, die Ideen werden mehr und hoffentlich auch die Gruppe derer, die sich finanziell einbringen wollen.