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Bildung

Asyl für Schüler aus Neukirchen-Vluyn

26.01.2012 | 19:11 Uhr
Asyl für Schüler aus Neukirchen-Vluyn
Die Niederrheinschule steht im nächsten Schuljahr auch Neukirchen-Vluynern offen. Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort.Unter Nachbarn hilft man sich – und so greift Kamp-Lintfort der Stadt Neukirchen-Vluyn unter die Arme bei der Aufnahme von Kindern aus der Dörpfeldschule.

Wegen immer weiter zurückgehender Zahlen und der Tatsache, dass unter dem Stichwort Inklusion zunehmend Kinder mit besonderem Förderbedarf in Regelschulen integriert werden, gibt Neukirchen-Vluyn die Dörpfeldschule auf.

Irritation gab es im Schulausschuss aber um den Zeitraum der Aufnahme. Während die Verwaltung davon ausgeht, dass nur im Schuljahr 2012/13 Kinder aus Neukirchen-Vluyn an die Nieder­rheinschule wechseln, existiert in der Nachbarstadt offenbar ein anderer Sachstand. Neukirchen-Vluyn kenne diese Einschränkung nicht, berichtete Schulamtsdirektorin Gisela Lücke-Deckert in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport.

Schuldezernent Christoph Müllmann will das jetzt aufklären. „Wir als Schulträger haben mit Neukirchen-Vluyn besprochen, dass wir einmalig Schüler aufnehmen. Aber wir setzen uns noch einmal zusammen und besprechen das.“

Auch Inklusion war ein Thema im Ausschuss. Lücke-Deckert verwies auf Probleme, Sonderpädagogen zu finden. „Wir haben im Kreis Wesel 21 Stellen ausgeschrieben. Keine einzige konnte besetzt werden, Duisburg hat auch niemanden bekommen. Und für die 206 im Regierungsbezirk ausgeschriebenen Stellen gab es lediglich 90 Bewerber.“

Zielgleiches Lernen in der Regelschule

Vier Kinder, die aus einer Förderschule kommen, die aber im Rahmen des so genannten zielgleichen Lernens (das bedeutet, sie können einen Abschluss an einer Regelschule schaffen, wenn sie individuell unterstützt werden) ins normale Schulsystem integriert werden können, müssten im kommenden Schuljahr Aufnahme finden.

Jürgen Rasfeld, Schulleiter der Unesco-Schule, verwies darauf, dass in seinem Kollegium kein ausgebildeter Sonderpädagoge vorhanden und auch niemand im Rahmen seiner Ausbildung mit dem Thema Inklusion betraut gewesen sei. „Eine Anmeldung an unserer Schule ist möglich. Aber ich schlage vor, auch auf das Gymnasium mitzuverteilen.“

Die Anmeldezahlen der Grundschulen: Ebertschule 79 Kinder, Grundschule am Niersenberg 80, Ernst-Reuter-Schule 53 (Standort Mittelstraße) und 20 (Standort Sudermannstraße), Overbergschule 53 und Josefschule 37 Kinder.

Wolfgang Krause

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