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Anwohner in Moers warten seit zwei Jahren auf ihre Straße

01.03.2016 | 01:07 Uhr
Anwohner in Moers warten seit zwei Jahren auf ihre Straße
Die Häuser sind längst fertig, die Straße aber noch nicht.Foto: Ulla Michels

Moers.   Am Saturnring sind einige Anwohner verärgert, dass die Straße vor ihren schmucken Häuschen noch nicht fertig ist. Seit zwei Jahren warten sie darauf.

Einige Anwohner am Saturnring ärgern sich mächtig über den Dreck, der ihnen in diesen Tagen immer wieder ins Haus getragen wird. Seit gut zwei Jahren wohnen sie nun schon in ihren schmucken Eigenheimen im Neubaugebiet und noch immer ist die Straße vor der Haustür nicht fertig.

Wer dieser Tage in den Saturnring einbiegt, trifft in der Tat auf ein skurriles Bild: Auf der einen Seite die fertigen, wie aus dem Ei gepellten Einfamilienhäuser, auf der anderen Seite die Baustraße mit jeder Menge Sand, Schlaglöchern und Dreck. Für André Haberlas, Andreas Czymay und Claudia Franke hält dieser Zustand nun seit rund zwei Jahren an.

André Haberlas und Claudia Franke sind im vierten Quartal 2013 in ihre Häuser gezogen, Andreas Czymay kam Anfang 2014 in den Moerser Osten. Dass die Straße vor ihren neuen Häusern damals noch nicht vollständig erschlossen warm, nahmen sie in Kauf, schließlich wurde an anderer Stelle ja noch gebaut. André Haberlas: „Bei der Hausübergabe hat man uns zugesichert, dass die Straße Ende 2014 fertig sein sollte, die Arbeiten sollten im Sommer beginnen.“

Monat für Monat verging

Doch daraus wurde nichts. Monat für Monat verging, ohne dass sich etwas tat an der Straße. Einige Hauseingänge zieren Paletten mit darüber gelegtem Teppich – nicht schön, aber zweckmäßig. So kommt man ins Haus und lässt wenigstens einen kleinen Teil vom dem Dreck draußen, den man vorher unter den Sohlen angesammelt hat. „Manchmal sind wir nur noch mit Gummistiefeln unterwegs“, sagt Claudia Franke. Geputzt werden muss in jedem Fall öfter und die kleinen Steinchen aus dem Split vor den Häusern haben auch schon ihre Spuren im Laminat hinterlassen.

Ein weiteres Problem: Die Zufahrten zu den Garagen oder Stellplätzen an den Häusern können nicht fertiggestellt werden, weil die Straße nicht fertig ist. Wer will schon jetzt einen Stellplatz plattieren, um dann später wieder einen Teil des Weges aufreißen zu müssen, um ihn an die Straße anzuschließen? André Haberlas, Andreas Czymay und Claudia Franke möchten das jedenfalls nicht und sie möchten sich auch nicht weiter vertrösten lassen von immer neuen Aussagen der Bauarbeiter vor Ort.

Erschließungsbeginn: Mai oder Juni

Doch es gibt Hoffnung: Vivawest, verantwortlich für die Erschließung des Saturnringes, teilte auf NRZ-Anfrage mit: „Die Erschließung soll im Mai/Juni 2016 beginnen und wird etwa acht Monate dauern. Die gesamte Erschließung des Neubaugebiets ist dann bis auf den Uranusring (voraussichtlicher Beginn 2017) abgeschlossen.“

Eine Sprecherin wies darauf hin, dass die Straßen immer erst dann fertiggestellt würden, wenn ein Bauabschnitt beendet sei, um Beschädigungen durch Baustellenverkehr zu vermeiden. Dies sei im vorliegenden Fall erst 2015 so gewesen.

Matthias Alfringhaus

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2016-03-01 01:07
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