Annaschule auf der Kippe?
10.10.2011 | 19:17 Uhr 2011-10-10T19:17:00+0200Moers.Natürlich freue er sich über das Werturteil über die Moerser Schullandschaft, sagte Hans-Jürgen Hucks, Leiter des Grafschafter Gymnasium am Montag im Schulausschuss.
Wenn das Interesse von auswärtigen Schülern an Moerser Schulen so groß ist – immerhin besuchen derzeit 1434 Nicht-Moerser, fast 17 Prozent, die Klassen 5 bis 13 – spreche das eine deutliche Sprache. „Es ist nur schade, wenn wir nun die Früchte unserer Arbeit nicht einfahren können“, bedauerte Hucks und meinte damit den Ratsbeschluss von Juli, nach dem nur noch dann Auswärtige aufgenommen werden dürfen, wenn es in ihrer Kommune die entsprechende Schulform nicht gibt. Ist an einer Gesamtschule oder einem Gymnasium die Kapazität erschöpft, werden beispielsweise Baerler oder Rheinberger Kinder abgewiesen.
Die Diskussion werde nun bestimmt wieder aufflammen, wenn sich demnächst die jeweiligen Schulkonferenzen mit dem Schulentwicklungsplan beschäftigen, ist sich Dezernent Hans-Gerd Rötters sicher: „Der Rat kann auch anders beschließen, aber dann muss ein fünftes Gymnasium her.“ Das gehe aus den Zahlen des Schulentwicklungsplans hervor.
Schwierig wird es für die Politik in den nächsten Monaten auch beim Thema Schulsanierung: 11 Millionen beträgt das Budget, Bedarf ist für 23,43 Millionen da. Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen ist einerseits die Frage, ob die Heinrich-Pattberg-Realschule saniert wird (dies würde allein knapp vier Millionen Euro binden), und ob es andererseits sinnvoll ist, die Grundschulen Annastraße und Eschenburgschule zu sanieren. Alternativ schlägt die Verwaltung einen Neubau nahe des Asberger Sportplatzes vor.
Eine Idee, mit der sich alle Fraktionen im Schulausschuss ausgesprochen schwer taten: Schließlich habe die Annaschule eine besondere Bedeutung für den Stadtteil Mattheck. Die Ausschussmitglieder mochten noch keinen Prüfauftrag für den Neubau erteilen, sondern sich erst beraten.
Vielleicht haben einige bis dahin auch den „Entscheidungsbaum“ verstanden, mit dem Schulentwicklungsplaner Dietmar Wortmann Überblick über verschiedene Sanierungsvarianten verschaffen wollte: „Für mich war das keine Entscheidungshilfe“, war Helga Terpoorten (SPD) auch nach einer Erläuterung noch einigermaßen ratlos.
20:07
Voll korrekt Kollegen! Da baut man erst für Millionen im Josefs/Mattheckviertel alles um - und dann soll die Schule weg.
Edeka zu, Sparkasse weg, Getränkemarkt weg, aber astreine Kreisverkehre, um schnell an der Mattheck vorbeizukommen.
OK, dann bauen wir eben noch ein paar Seniorenheime und verlegen einen Friedhof dahin.
Gibts bestimmt auch Zuschüsse für.