Am Schulzentrum in Neukirchen-Vluyn ist alles möglich

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Was wir bereits wissen
Es gab zuletzt Diskussionen über die korrekte Beteiligung der Schulkonferenz des Julius-Stursberg-Gymnasiums. Jetzt werden die Entwurfsplanungen dem Lenkungskreis vorgestellt.

Neukirchen-Vluyn..  Eltern, Lehrer und Politik blicken mit Spannung auf den 13. März. Dann tritt das nächste Mal der Lenkungskreis zusammen, um über die Entwurfsplanungen zur Sanierung des Julius-Stursberg-Gymnasiums zu sprechen. Über den tatsächlichen Einfluss des Kreises und die Beteiligung der Schulkonferenz war zuletzt heftig diskutiert worden.

Und der Auftritt des Vertreters des Projektsteuerungsbüros Assmann im jüngsten Bauausschuss konnte zur Erhellung auch nicht wesentlich beitragen. Was deutlich wurde: Es gibt derzeit kein Förderprogramm, aus dem die Stadt womöglich finanzielle Beteiligungen abschöpfen könnte. Zudem seien Anpassungsmaßnahmen wegen möglicher Bergschäden nicht notwendig. Ansonsten blieb seine Botschaft kurz gefasst die folgende: Die Entwurfsplanung für das JSG ist fertig, sie wird im Lenkungskreis vorgestellt, der nickt sie ab, im April fällt die Politik den Beschluss für die Ausschreibungen, die im Mai rausgehen und der „Neubau der naturwissenschaftlichen Räume könnte im August sichergestellt werden“. Somit markiere die Vorstellung im Lenkungskreis einen „Meilenstein“.

Wo da die Bedenken der Schulkonferenz bleiben, blieb ungewiss. Allerdings entgegnete der besagte Vertreter des Projektsteuerungsbüros der Kritik, die Schulkonferenz sei nicht eingebunden worden: „Ich kann sagen, dass dies nicht der Fall ist.“ Der Blick in die Historie zeige, dass ein umfassender Austausch stattgefunden habe.

Das sieht die Schulleiterin des JSG, Susanne Marten-Cleef, erwartungsgemäß anders. „Wir als Schule hätten uns gewünscht, dass unsere Bedenken geprüft werden, bevor die Beschlüsse fallen“, sagte Marten-Cleef im Anschluss. Sie treibt nach wie vor die Sorge um, dass räumliche Fakten geschaffen werden, die nicht mehr reparabel sind, die dazu führen, dass das pädagogische Konzept nicht mehr umsetzbar ist und die letztlich bedeuten, dass womöglich Abi-Klausuren in der Mensa geschrieben werden und Schüler in Räumen ohne ausreichende Belüftung sitzen müssen. Marten-Cleef sagt deutlich: „Wir sind nicht daran interessiert, das Verfahren zu verlängern.“ Aber die Form der Beteiligung sei nun mal schlecht gelaufen.

Auf Nachfrage betonte Stadtsprecher Frank Grusen: „Wir sind flexibel innerhalb des Bauwerkes. Soll heißen: Sofern im Naturwissenschaftlichen Trakt eine Glastür zur Trennung gesetzt werden soll, sei das möglich. Die Verteilung der Räume im Obergeschoss seien Platzhalter. Grusen: „Im Rahmen der gegebenen Flexibilität können Wünsche eingearbeitet werden.“