Am besten schnell und schräg
22.08.2010 | 13:32 Uhr 2010-08-22T13:32:00+0200
Moers.Die Jungs von der Feuerwehr paddelten, was das Zeug hielt – aber vergebens. Schon wenige Meter nach dem Start kenterten sie unter großem Gejohle der Zuschauer. Nicht weiter schlimm, handelte es sich doch um Teilnehmer des dritten Badewannenrennens, veranstaltet vom Freundeskreis Bettenkamper Meer. Das lockte am Samstag Teilnehmer in Bauchtanzkostümen, im Matrosen- oder Reggaelook und anderen schrägen Verkleidungen auf das Wasser.
„Im ersten Jahr waren nur zehn Teams am Start, letztes Jahr schon 21 und heute paddeln hier 35 Teams um die Wette“, zeigte sich Axel Sandhofen vom Freundeskreis begeistert. Gestartet wurde in dem maximal 3,50 Meter tiefen Wasser nach KO-Prinzip.
„Unsere Frauen waren beim letzten Mal schon dabei und haben uns überredet, diesmal auch mitzumachen. Wir haben uns als Frösche verkleidet, weil wir dachten, das passt gut zum Wasser“, erklärte Henry Prall (39). Der 2,09 Meter große und 125 Kilogramm schwere Neukirchen-Vluyner bildete zusammen mit seinem Teampartner Steffen Kirsch das wohl schwerste Starterteam. „Die Veranstaltung ist richtig klasse, aber es ist so warm: Das Plüsch-Kostüm ist die Hölle!“
„Nur nicht
wieder absaufen“
Bereits 2009 dabei war Kevin Bohusch. Der 28-Jährige startete im Fred-Feuerstein-Kostüm mit riesigen Gummi-Füßen. „Die behalte ich selbstverständlich auch beim Paddeln an, nur so ist das wirklich originell. Unser Ziel in diesem Jahr: nur nicht wieder absaufen. Das ist uns nämlich im vorigen Jahr passiert“, so der Moerser. Und seine Freundin Sandra Wimmershoff, die zusammen mit Anne Dombowski als Krankenhauspatienten verkleidet an den Start ging, befand: „Ich bin zum ersten Mal dabei. Das ist total lustig, aber furchtbar anstrengend. Mir tun total die Arme weh.“
Eine Erfahrung, die auch Siegmund Ehrmann im letzten Jahr machen durfte: „Diesmal bin ich aber nur zum Zuschauen gekommen“, so der Bundestagsabgeordnete. „Wer in der Badewanne vorne sitzt, muss die ganze Zeit knien. Man glaubt gar nicht, wie schmerzhaft das sein kann. Einen regelrechten Endkampf boten den Zuschauern die Finalisten Jan Laakmann/Björn Dünkten gegen Mona Lohr/Tilo van Ekeris. Als die Badewanne von Lohr/van Ekeris im Rennen vorne lag, wurde sie von dem anderen Team gerammt, so dass beide Gefährte nur fünf Meter vor der Ziellinie untergingen. Die Jury entschied unterdessen auf Sieg für Mona Lohr und Tilo van Ekeris, die sich, neben dem Pokal, über eine Fahrt mit dem DLRG-Boot über den Rhein und eine spontan von Siegmund Ehrmann gestiftete Reise nach Berlin mit Besichtigung des Bundestags freuen dürfen.
Bambushüte
und Sonnenblumen
Und dann ging’s natürlich noch um die Äußerlichkeiten. Der erste Preis für das beste Kostüm ging an Jan Laakmann und Björn Dünkten. Die beiden Männer im Fantasiekostüm aus Jutesäcken mit Bambushüten und Sonnenblumen haben eine Fahrt mit dem Enni-Heißluftballon gewonnen und durften darüberhinaus natürlich ebenfalls einen Pokal mit nach Hause nehmen.
21:00
Ich fand das Finale auch super :) Ich verstehe noch nicht ganz, wieso wir gewonnen haben (die Schilderung von oben, dass ihr uns gerammt habt, als wir vorne lagen stimmt ja nicht ganz ^^ und auch nicht, dass die Boote deshalb unter gingen, sondern weil Tilo eurer Boot runter gedrückt hat und ihr dann unseres) aber vermutlich wollten sie euch nicht beide Preise geben ;) Und etwas den Weg verstellt habt ihr uns ja doch.
Das gemeinsam ins Ziel schwimmen war auf jeden Fall super und die ganze Aktion hat sehr viel Spaß gemacht!!! Nächstes Jahr haben wir auch ein Kostüm!
Viel Spaß euch beim Ballonfahren; das Video hätte ich echt gerne, könnt ihr mir das schicken? (luna_87@gmx.de)
15:05
Herzlichen Glückwunsch an Mona und Thilo! War ein fairer Kampf. Uns fehlte am Ende in Führung liegend die Kraft um es zu gewinnen, dadurch kam es zur Kollision! Am Ende waren alle Gewinner, die mitgemacht haben, da es eine super Veranstaltung war und sowohl Zuschauern als auch Teilnehmern viel Spaß gemacht hat. Das Video vom Finale kann ich gerne nachreichen.
Jan und Björn.