Alternative Vogt-von-Belle-Platz
11.12.2011 | 16:53 Uhr 2011-12-11T16:53:00+0100Issum.Die Weigerung der evangelischen Kirchengemeinde, Gebäude und Flächen an der Gelderner/Schulstraße einem Investor zu verkaufen, um den Ortskern Issum zu stärken, stellte den Rat vor ein Problem.
„Bislang haben wir uns auf diese Fläche konzentriert“, räumt CDU-Fraktionschef Helmut Jaschke ein. Jetzt müssen wir uns mit dem Vogt-von-Belle-Platz befassen.“ Deshalb bat er darum, dass das beratende Planungsbüro ASS die Pläne dafür noch einmal umfassend vorstellen soll. „Wir müssen darüber diskutieren.“
Damit rannte er bei der SPD offene Türen ein. „Der Vogt-von-Belle-Platz war bisher nur ein Hintergedanke“, so der Fraktionsvorsitzende Jochen Lischewski. Auch die FDP-Fraktionschefin Brigitte Viefers hielt die CDU-Anregung für „eine tolle Idee“. Sie bat allerdings darum, sich nicht nur auf Einzelhandel zu konzentrieren. „Vielleicht ergibt sich noch etwas Anderes.“
Die von 226 Issumer beantragte Aussetzung eines Beschlusses zum Entwicklungs- und Handlungskonzept wurde einstimmig abgelehnt. Hans-Josef Dahlen aus Sevelen kritisierte in seiner Anregung: „Die Eile, mit der das Konzept vorangetrieben werden soll, macht in besonderem Maße misstrauisch.“
Das wurde von Jaschke gegeißelt. „Wer so etwas schreibt, hat die Entwicklung nicht mitbekommen.“ Mit dem Konzept beschäftige man sich jetzt schon eineinhalb Jahre – mit ungewöhnlicher Offenheit, geradezu beispielhaft. Der Bürgermeister habe jedem angeboten, das Konzept zu erläutern.
Auch Viefers sprach von beispielloser Transparenz. Und Lischewski verwies darauf, dass viele der Unterzeichner dieser Bürgeranregung an den Workshops im Rahmen des Konzept teilgenommen hatten. „Dabei hätte man etwas sagen können.“
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