Als Niederländer am Niederrhein

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Was wir bereits wissen
Der Club der Niederländer trifft sich zur Pflege der Muttersprache und zum Erfahrungsaustausch

Neukirchen-Vluyn/Moers..  „Hallo, leuk, dat jullie er wer zŷn. Het is een zonnige dag en we maken er een zonnige avond van.“ (Sinngemäß auf Deutsch: „Ich freue mich, dass Ihr hergekommen seid. Es ist ein sonniger Tag und wir werden einen sonnigen Abend daraus machen.“) So begrüßte, natürlich auf Niederländisch, der Neukirchen-Vluyner Kees Smits ein Dutzend Landsleute, die am Freitagabend ins Café zur Henriette in Moers gekommen waren. Anlass war das inzwischen zweite Treffen des „Club der Niederländer“, den Smits gemeinsam mit Annet Nederlof und Piet Bottelier im März ins Leben gerufen hat.

Dessen Ziel sei, Landsleuten aus Neukirchen-Vluyn, Moers und Kamp-Lintfort bei zwanglosen Treffen die Gelegenheit zu geben, sich in geselliger Runde kennenzulernen und Niederländisch zu sprechen, erklärt der 72-Jährige Clubgründer.

Er lebt zwar seit Ende 2011 mit seiner Duisburger Frau in Neukirchen-Vluyn, fährt aber „natürlich“ regelmäßig zu Kindern und Enkeln nach Hause. „Wir Niederländer sind offener, bevorzugen den geraden Weg und misstrauen aller Bürokratie“, versucht Smits, den Unterschied zu seinen deutschen Mitbürgern zu charakterisieren. So verstehe er zum Beispiel bis heute nicht, wieso man Rolladen vor den Fenstern habe und hierzulande sogar sein Wohnanhänger ein TÜV-Siegel braucht.

Solche Erfahrungen auszutauschen und darüber zu „kletsen“ (klatschen) sei auch ein Zweck des Cubs, der inzwischen 24 Mitglieder zählt. Mit dabei sind Frauen und Männer, meist gestzten Alters, die zwischen sechs und 44 Jahren in Deutschland wohnen. Zunächst will man sich alle zwei Monate treffen, doch „wer weiß, wie sich das entwickelt“, orakelt Smits.