Alles neu am Königlichen Hof in Moers

So sah der Neue Wall Anfang der 70er Jahre aus, als der Bereich neu gestaltet wurde. Das Wall-Zentrum war noch nicht gebaut. l
So sah der Neue Wall Anfang der 70er Jahre aus, als der Bereich neu gestaltet wurde. Das Wall-Zentrum war noch nicht gebaut. l
Foto: MSG
Was wir bereits wissen
Stadt und Politik nehmen einen weiteren Anlauf, den Bereich im Herzen der Stadt umzugestalten. Bürgerinnen und Bürger können sich mit Ideen einbringen

Moers..  Der Bereich Neuer Wall und Königlicher Hof soll vollkommen neu gestaltet werden. Bis Ende des Jahres sollen Planungsziele festgelegt werden. Die Ideen der Moerserinnen und Moerser sind willkommen. Das teilten am Donnerstag der technische Beigeordnete Thorsten Kamp und der Vorsitzende des Planungsausschusses, Hartmut Hohmann (SPD), mit.

Der Hintergrund

Einen Versuch, den Bereich neu zu gestalten, gab es schon einmal. Vor sieben Jahren scheiterte das Vorhaben jedoch daran, dass die Pläne in einigen Teilen nicht umsetzbar waren, wie Kamp am Donnerstag mitteilte. Schon damals gab es aber das Ziel, die Flächen zwischen Ostring, Königlichem Hof und Altstadt attraktiver zu machen und zu den historischen Wurzeln zurückzuführen. Die Entwürfe von 2008 werden auch jetzt wieder aufgegriffen, sollen aber noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden.

Die Geschichte

Das heutige Aussehen verdankt der Bereich einer grundlegenden Umgestaltung Anfang

der 1970er Jahre. Thorsten Kamp sieht das so: „Man hat die Innenstadt an dieser Stelle auf links gezogen. Wir möchten jetzt die technische Überformung zurücknehmen.“ Hartmut Hohmann: „Herr Kamp hat herausgefunden, dass die Planung von damals den stärksten Eingriff in die Entwicklung der Stadt seit 500 Jahren darstellte. Das, was einmal ein zentraler Platz in Moers war, wurde verschandelt. Die Umgestaltung dieses Bereiches steht bei allen Ratsfraktionen auf der Agenda.“

Die Planungswerkstatt

Fest steht bisher nur, dass Neuer Wall, Ostring und Königlicher Hof grundsätzlich neu gestaltet werden sollen. Nachgedacht werden soll zum Beispiel in enger Abstimmung mit der Niag über die Führung des Busverkehrs. Für Thorsten Kamp und Hartmut Hohmann wäre es allerdings wünschenswert, wenn der Wall als wesentlicher Teil der Stadtgeschichte wieder besser zur Geltung käme. Thorsten Kamp: „Mit der ersten Planungswerkstatt am 13. Juni soll der Startschuss gegeben werden für die langfristige Weiterentwicklung dieses prägenden Teils der Moerser Innenstadt.“ Eine Rolle in den Überlegungen spielt auch ein neues Gebäude am Königlichen Hof, das an das beliebte Café Roos erinnern soll. Diese Namensrechte, so Kamp, habe sich schon jemand gesichert.