Akrobatik im Dorf Neukirchen

Missionshoffete im Dorf Neukirchen. Jonglage und Akrobatik von Jens Ohle.
Missionshoffete im Dorf Neukirchen. Jonglage und Akrobatik von Jens Ohle.
Foto: Christoph Karl Banski

Neukirchen-Vluyn..  Spektakuläre Akrobatik und ausgefallene Stunts verwandelten am Samstag den Missionshof im Neukirchener Dorf in ein „heißes Pflaster“ und ließen das Publikum staunen, was das Zeug hielt.

Die beiden Kulturbeauftragten der Stadt, Ulrike Reichelt und Franjo Terhart organisierten bereits zum dritten Mal die Missionshoffete im größeren Stil. „Die Fete gibt es seit mehr als 20 Jahren, dabei hat es aber immer nur ein Abendprogramm gegeben. Daraufhin kam uns die Idee, dass wir dies doch eigentlich ausweiten könnten“, erklärt Terhart. Und so wuchs die Idee eines Festes im Ortskern. Dieses Jahr drehte sich dabei alles um Artistik und Straßentheater. So faszinierte Jens Ohle beispielsweise sein Publikum mit Leiter-Akrobatik und lässiger Jonglage.

Auch musikalisch ging es auf der Bühne zu. Der Gospelchor Sound&Soul sorgte am Nachmittag für Stimmung, am Abend heizten die beiden Bands „The Left Trace“ und „Breakwater Music“ noch einmal richtig ein. Ein Highlight am Nachmittag war zudem der chilenische Akrobat Mistral, der die Besucher in den historischen Ortskern lockte. An einem fünf Meter hohen Pfahl bewies der Artist allerlei Mut und Fingerspitzengefühl. Doch zuerst brauchte der Künstler Helfer, die für ihn den Pfahl sicherten. Diese mussten eine kleine Showeinlage präsentieren, um ihre Eignung unter Beweis zu stellen.

Die Kombination aus Charme und einer energiereicheren Show, machten Mistral, der schon beim Cirque du Soleil aufgetreten war, einzigartig. Als Mistral sein ganzes Können präsentierte, hielt der ein oder andere Zuschauer dann doch einmal den Atem an. Denn es ging kopfüber die Stange runter und einhändig wieder hoch.

Mit dem Thema Artistik eröffnete das Fest auch einen Bereich, der für die Stadt Neuland ist. „Unsere Hauptbereiche sind Comedy und Musik. Warum also hier nicht mal etwas Neues wagen?“, so Terhart.

Ulrike Reichelt weiß, dass es auch schwierig ist, die Menschen anzulocken: „Hier bei der Missionshoffete ist es wichtig, die Leute auch persönlich, durch Moderationen zum Beispiel anzusprechen. Es ist immer ein Risiko, denn man weiß nicht, ob und wie viele Menschen kommen werden“.

Trotzdem ist es den Kulturbeauftragten wichtig, an solchen kleineren Veranstaltungen festzuhalten. „Wir wollten einfach mal wieder etwas Leben ins Dorf bringen“, erklärt die Organisatorin.