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„Abwerben gibt's nicht!”

02.12.2008 | 17:38 Uhr

Der Moerser Stadtmanager Michael Birr absolvierte beim Initiativkreis eine weitere Station seiner Vorstellungstour. Es gab eine lockere Runde im Autohaus Nühlen. Die Stadt sollte sich von Geschäftsfeldern trennen.

Stadtmanager Michael Birr ist auf Vorstellungstour durch die Moerser Institutionen. Kürzlich stellte Birr im Autohaus Nühlen sich und seine Arbeit den Mitgliedern des Initiativkreises vor.

Der Abend begann mit einer bemerkenswerten Anekdote. Initiativkreisvorsitzende Elke Talhorst begrüßte den Hausherrn Dr. Hans Nühlen überaus korrekt, worauf dieser antwortete: „Mensch, Elke, wir kennen uns seit 40 Jahren! Mit Dir war ich das erste Mal in 'ner Kneipe – Kinderkegeln bei Wahlen!” Michael Birr konnte somit seine Pläne und Ziele in aufgelockerter Atmosphäre präsentieren.

Eines der zentralen Themen war, auch während der anschließenden Diskussion, die Finanzierung der MoersMarketing. Die Gesellschaft wird drei Jahre lang bezuschusst.

Ulrich Ruthenkolk hat die

Finanzen im Blick

Ulrich Ruthenkolk, ehedem im Vorstand der Sparkasse: „Ihre Aufgabe müsste vorwiegend darin bestehen, alle Projekte einnahmeorientiert zu gestalten. Denken Sie daran – dass sie nicht in drei Jahren arbeitslos sind!”

Michael Birr konterte: „Wenn ich das hier schaffe, müssen sie damit rechnen, dass ich abgeworben werde.” Jedoch hatte hierzu Bürgermeister Norbert Ballhaus schließlich das letzte Wort: „Sie kennen § 4 noch nicht: Abwerben gibt's nicht.”

Ballhaus weiter: „Michael Birr wird nicht arbeitslos werden. Er wird die großen Probleme knacken und lösen.” Für dieses Vorhaben forderte der Stadtmanager jedoch eine aktive Unterstützung: „Die Stadt muss sich die Frage stellen: Was können wir an die MoersMarketing übertragen?” Denn Geld, so Birr, müsse auch aus bislang von der Stadt besetzten Geschäftsfeldern kommen.

Das es noch viel zu tun gibt, zeigte Birr, indem er ein Bild von der Einfahrt zum Technologiezentrum Eurotec präsentierte. In der Tat macht diese Ecke an der Rheinberger Straße etwa so viel her wie die Hinweisschilder einer Abbruchfirma vor einer Industrieruine.

Übrigens: Zum Ende des Abends meldete der Initiativkreis Moers ein neues Mitglied: Dr. Hans Nühlen.

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Kommentare
03.12.2008
10:31
„Abwerben gibts nicht!”
von sigik | #4

@ HeinoWelch
Weder die Stadt noch das Stadtmarketing können die Kriminalität in Deutschland bekämpfen. Dies ist eine Landes- bzw. Bundesaufgabe. Oder einfacher ausgedruckt. Stellt mehr Polizei ein und erhöht die Straßenpräsenz. Wenn ich in Spanien im Urlaub bin, sehe neben der Stadt Polizei noch die Landespolizei (guardia civil). Auch bin ich mit einem Leihwagen auf Mallorca abends in eine Straßenkontrolle gekommen. In Kaufhäusern werden in Spanien teilweise private Sicherheitsdienste im Eingangsbereich eingesetzt. Wäre es nicht eine Lösung in Moers einen Sicherheitsdienst einzusetzen und die Kosten auf alle Einzelhändler zu verteilen?

03.12.2008
09:44
„Abwerben gibts nicht!”
von HeinoWelch | #3

Es sollte nicht ganz vergessen wereden, dass Moers auch durch eine ansteigende Staßenkriminalität für Kunden uninteressant werden kann.
Die Polizeiberichte der letzten Wochen und Monate sprechend Bände.

Ziel müsste also auch eine Erhöhung des Sicherheitsstandards für Bürger und zugereiste Gäste, nicht zuletzt aber auch für uns Einzelhändler sein. Da tut sich seit Jahren aber nichts!

03.12.2008
09:21
„Abwerben gibts nicht!”
von UschiausMoes | #2

Die Eurotececke ist wirklich nicht schön. Aber Probleme aufzeigen ist nicht die Lösung; Ein Stadtmarketing Manager sucht Lösungen. Welcher private Sponsor gibt jetzt Geld um die Ecke zu verschönern. Dies wäre unter anderem die Aufgabe des Betreibers des Euroteccenters.

03.12.2008
08:33
„Abwerben gibts nicht!”
von FriedrichM | #1

Unser neuer Stadtmanager sollte die eigene Kreativit nutzen; denn die Übertragung eigener Geschäftsfelder der Stadt ist nicht ohne Ausschreibung möglich. Dies zeigt - wie es in der Zeitung stand - auch die aktuelle Diskussion um den Streichelzoo. Welcher Vorteil soll eine Aufgabenübertragung auf eine private GmbH denn bringen? Jetzt fließt dieses Geld zu 100 % der Stadt Moers zu, zukünftig nach seinen Vorstellungen an eine private GmbH.

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