Abwasserkanal spaltet die Nachbarschaft
02.09.2010 | 17:57 Uhr 2010-09-02T17:57:00+0200
Moers.Wenn Nachbarn sich in die Haare geraten, nimmt dies oft kuriose Ausmaße an. So spaltet ein Abwasserkanal in Moers seit sieben Jahren eine ganze Nachbarschaft. Der Streit beschäftigt auch das Gericht in Moers.
Ein 61 Jahre alter Mann aus Moers setzte sich nun im Berufungsverfahren am Moerser Gericht gegen seine Verurteilung vom Februar zu 5000 Euro Strafe wegen uneidlicher Falschaussage zur Wehr. Ein Abwasserkanal spaltet eine ganze Nachbarschaft – seit sieben Jahren.
Kanal hat 16 Miteigentümer
Dieser Kanal, der 16 Miteigentümer hat, musste vor fünf Jahren kontrolliert, gegebenenfalls saniert werden. Der Angeklagte weigerte sich aber, seinen Anteil von gut 33 Euro zu übernehmen. Statt dessen behauptete er, die Ursache – eine mögliche Verstopfung – mittels Videoaufnahmen im Zulauf eines Nachbarn ausgemacht zu haben. Das sagte er auch vor Gericht. Doch gerade diese Videoaufnahmen und Zeugenaussagen überführten ihn bereits im ersten Prozess der Falschaussage.
Obwohl der Vorsitzende Richter Johannes Huismann zu Beginn in Erwägung zog, das Verfahren einzustellen, bestand der Angeklagte auf der Verhandlung. Huismann reagierte unmissverständlich: „Dann geht es jetzt um Hop oder Top!“ Besonders ärgerlich zeigte sich der Staatsanwalt über die nicht nachvollziehbare Ausnutzung der Justiz wegen nichtiger Nachbarschaftsstreitigkeiten. „Es wurde mit allen Mitteln versucht, die Justiz hinters Licht zu führen.“ Er beantragte, die mäßige Strafe des ersten Urteils aufrechtzuerhalten.
Kein Ende in Sicht
Nach 17 Minuten Beratung das Urteil: Die Berufung wurde kostenpflichtig verworfen. Der Angeklagte sei erneut der Falschaussage überführt worden. „Wenn sie ein bisschen Einsicht in ihr Fehlverhalten gezeigt hätten, wäre die Kammer bereit gewesen, über eine Einstellung des Verfahrens nachzudenken. Statt dessen haben sie bewusst falsch ausgesagt – und das ist kein Kavaliersdelikt.“ Dies ist der vorläufige Höhepunkt des Nachbarschaftsstreits. Ein Ende ist nicht absehbar, denn neue Prozesse zum leidigen Thema Kanal lauern bereits auf die zerstrittenen Nachbarn.
13:29
Zitat:Obwohl der Vorsitzende Richter Johannes Huismann zu Beginn in Erwägung zog, das Verfahren einzustellen, bestand der Angeklagte auf der Verhandlung Zitat-ende##
wie kann der Angeklagte so dämlich sein? Baut ihm noch eine goldene Brücke,die Er überhaupt nicht verdient hat, eine wissentlche Falschaussage die er als Zeuge gemacht hat, gehört bestraft, Da gibt es kein wenn oder aber! Aber sein Anwalt,wieso hat der nicht sofort seinen Mandanten beraten,das anzunehmen? Also so einen Anwalt möchte ich nicht als Verteidiger haben. Dieser 61er müsste die doppelte Strafe bekommen: wegen erwiesender intelligenz losigkeit vor Gericht.