6000 Unterschriften für Vennikeler Radwege und eine Idee

Übergabe der Unterschriften und des Ergebnisses der Online Petition mit der Forderung - Sichere Radwege für Moers Vennikel - an den Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim (3.v. rechts) . Auf dem Foto v.l.: Sara Deckers, Melanie Kovac, Andrea Kleinwächter, Landtagsabgeordneter Ibrahim Yetim, Peter Leimkühler und Ariane Muhm-Kritzen.
Übergabe der Unterschriften und des Ergebnisses der Online Petition mit der Forderung - Sichere Radwege für Moers Vennikel - an den Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim (3.v. rechts) . Auf dem Foto v.l.: Sara Deckers, Melanie Kovac, Andrea Kleinwächter, Landtagsabgeordneter Ibrahim Yetim, Peter Leimkühler und Ariane Muhm-Kritzen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dem Gedanke der SPD, die Unterführung der A 57 für einen Radweg zu nutzen, erteilen die Grundstücksbesitzer eine Absage.

Moers..  Seit Wochen dreht sich im Moerser Süden alles verschärft um die Sicherheit der Radwege. Falls überhaupt vorhanden. Jetzt hat auch die Politik reagiert und einen Prüfantrag an die Verwaltung gestellt. Wohl wissend, dass sie wenig ausrichten kann. Die maßgeblichen Verbindungen zwischen den Ortsteilen und Moers gehören dem Landesbetrieb Straßenbau NRW. Folgerichtig überreichte Ariane Muhm-Kritzen fast 6000 Unterschriften besorgter Bürger gestern auch dem SPD-Landtagsabgeordneten Ibrahim Yetim. Derweil hoffen Besitzer und Anwohner Am Klömpkeshof auf ein ruhigeres Wochenende als das vergangene.

Da nämlich sei es nach dem NRZ-Bericht über die SPD-Idee, die Tunnelunterführung unter A 57 für den Radverkehr zwischen Vennikel und Kapellen zu öffnen, zu einem regelrechten Tourismus gekommen. Auf einer, ihrer, Privatstraße, wie Gabriele Krüsmann sagt. Die beiden anderen Besitzer des Areals rund um den Klömpkeshof wollen lieber ungenannt bleiben; was seit letzter Woche über sie hereingebrochen ist, sei unangenehm und nervenaufreibend genug. Und sie machen gleich mal ihren Standpunkt klar: „Wir werden nichts verkaufen, an niemanden, egal, zu welchem Preis.“

Nicht, weil sie sich einer guten Lösung verschließen würden, sondern weil „diese Idee von Herrn Hüsch alles andere als gut ist. Und der Stil ebenso. Mit uns, über deren Grundstücke ein solcher Weg führen würde, hat nie jemand gesprochen. Höflichkeit und Souveränität geht anders.“ Aber vor allem inhaltlich werde der Vorstoß als Aktionismus entlarvt. „Hier steht der Ausbau der A 57 bevor. Solange braucht gar nichts geplant zu werden.“ Rechtlich sehe das so aus, erklärt Gabriele Krüsmann: „Die Straße ,Am Klömpkenshof’ gibt es erst, seitdem die Autobahn A 57 das Hofgrundstück mit ursprünglich komplett arrondierten Ackerflächen durchschnitten hat. Zur Aufrechterhaltung der Anbindung des Hofes wurde die Unterführung tatsächlich zur alleinigen Nutzung gebaut. Zum Hof gab es lediglich eine zweiseitige Zufahrt, beides waren reine Privatwege und standen einer öffentlichen Nutzung nie zur Verfügung.“

Die Stadt prüft die Idee trotzdem, wie sämtliche Möglichkeiten zwischen den drei Ortsteilen, die in ihrer Macht stehen. Es heißt aber: „Diese Variante müsste zudem noch komplett ausgeleuchtet werden. Und wir müssten sowohl Bund als auch Land involvieren.“