Zwei Hitzköpfe auf Meschedes Straßen

Im Amtsgericht Meschede
Im Amtsgericht Meschede
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Sie haben gedrängelt, sich gegenseitig beleidigt und beschimpft, bevor dann einer den anderen ausgebremst hat, und es zum Unfall kam. Das war nun Thema im Amtsgericht.

Meschede..  Hat der 24-jährige Hitzkopf aus Meschede den 25-jährigen Wittener nun ausgebremst, so dass es zum Unfall kam oder nicht? Letztlich war das gestern vor Gericht nicht zu beweisen. Das Verfahren gegen ihn wegen schweren Eingriffs in den Straßenverkehr wurde eingestellt. 500 Euro muss er aber an die Staatskasse als Wiedergutmachung zahlen.

Auf dem Weg zur Freundin

Im Januar waren die beiden Autofahrer zwischen Kreisverkehr Enste und Ortsausfahrt Meschede/Remblinghausen aufeinandergetroffen. Der eine auf dem Weg zur Freundin. Der andere – mit seinem Bruder – auf dem Weg zur Oma.

Die Darstellungen widersprachen sich. Wahrscheinlich hatte der Mescheder im Peugeot 206 mehrmals versucht den Wittener in seinem 280-PS-starken Opel Astra zu überholen, der hatte ihn aber nicht vorbei gelassen. Also war er dicht aufgefahren.

Als sie nebeneinander auf eine Ampel zufuhren hatte der Mescheder den Wittener dann übel beleidigt. Der gab Gleiches zurück. Der ortskundige Mescheder nutzte die Umfahrung über die Beringhauser Straße, angeblich weil er dem weiteren Streit aus dem Weg gehen wollte. Doch bei der Einfahrt auf die Remblinghauser Straße trafen die beiden Männer wieder aufeinander.

Der Mescheder bremste so – absichtlich oder nicht – dass der Wittener ihm von hinten ins Auto rutschte: 400 Euro Schaden am Peugeot, 4100 Euro plus 750 Euro Gutachterkosten am Opel Astra.

Ob und was davon die Versicherungen zahlen, das muss jetzt noch zivilrechtlich geklärt werden.