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Zuschüsse für Sportplätze umstritten

23.01.2015 | 10:00 Uhr
Zuschüsse für Sportplätze umstritten
Auch die Sportler im Gemeindegebiet Bestwig müssen sich angesichts des Haushaltssicherungskonzeptes auf sinkende Zuweisungen in der Zukunft einstellen.Foto: Markus Weißenfels

Bestwig.   Für die beiden neuen Sportplätze in Ostwig und Bestwig will die Gemeinde insgesamt 40 000 Euro zur Verfügung stellen. Die Verteilung des Geldes ist politisch umstritten.

Bis in letzter Minute wird offenbleiben, ob und wie viel Geld die Sportvereine FC Ostwig-Nuttlar und der TuS Velmede-Bestwig für ihre Sportplätze erhalten. Erst in der Ratssitzung am 4. Februar soll die endgültige Entscheidung dazu fallen. Unmittelbar danach wird der Gemeinde-Haushalt insgesamt verabschiedet.

40 000 Euro aufteilen

Im Haupt- und Finanzausschuss merkte man den Politikern an, wie schwer es ihnen jetzt fällt, unter dem Zwang der Haushaltssicherung bei Vereinsanträgen – die früher mit Freude erfüllt worden wären – nun Prioritäten setzen zu müssen und Anträge womöglich auch ablehnen zu müssen. So gibt es kein Geld für den Wunsch aus Nuttlar, den Rasenplatz dort zu umzäunen: Denn der Platz wird ja, als Konsequenz aus dem neuen Sportstättenkonzept, nicht mehr von der Gemeinde unterstützt. Also investiert sie auch nicht mehr in ihn.

Für die beiden neuen Sportplätze in Ostwig und Bestwig stehen insgesamt 40 000 Euro zur Verfügung. Es gibt Tendenzen für die Abstimmung am 4. Februar: Die CDU will dem FC Ostwig-Nuttlar 32 000 Euro und dem TuS Velmede-Bestwig 8000 Euro überweisen. Pirat Julius Hahn will nur 20 000 Euro ausgeben, nämlich 16 000 nach Ostwig und 4000 nach Bestwig. Die SPD ist radikal – sie will gar nichts geben, stellt ihren Ratsmitgliedern aber die Abstimmung im Februar frei.

Winfried Gerold (CDU) erklärte die Abstufung, die die Union unternimmt: Mehr Geld für Ostwig, weil der neue Kunstrasenplatz laut Sportkonzept wichtig zur Deckung des Grundbedarfs sei, weniger für den neuen Naturrasenplatz in Bestwig, weil dieser nur eine Ergänzung zum bestehenden Tennenplatz sei. Die CDU möchte mit der Unterstützung aber „das beispiellose Engagement der Bürger“ weiter fördern. Nuttlars Ortsvorsteher Markus Sommer nannte das Vereinsengagement „sehr einmalig“ – und verwies auf andere Städte im HSK, die sechsstellige Summen für Kunstrasenplätze ausgegeben hätten: „So was haben wir nicht mal gedacht.“

Lieber in eigene Gebäude investieren

Auch Thomas Liedtke (SPD) würdigte das Engagement, ist aber bereit, auch Unpopuläres zu beschließen, „denn wir haben das Geld nicht zur Verfügung“. Seine Befürchtung für die nächsten Jahre: „Diese Anträge ziehen weitere nach sich.“ „Wir sollten lieber in Gebäude investieren, die der Gemeinde gehören“, sagte Fraktionskollege Franz-Josef Blüggel: Etwa in die Turnhalle Nuttlar – die ist so marode, dass nach dem Duschen das Wasser im Mauerwerk versickert.

Jürgen Kortmann

Kommentare
23.01.2015
15:07
Zuschüsse für Sportplätze umstritten
von NicaLeonie | #1

Ostwig hat siche einen Kunstrasenplatz gebaut und hat mit Gemeindegeldern geplant, also Gelder die noch gar nicht sicher wahren. Natürlich ist es eine...
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2015-01-23 10:00
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