Zuschlag erteilt: Brachliegendes Betriebsgelände verkauft

Meschede..  Das Gelände der ehemaligen Tierverwertung am Ende der Waldstraße in Meschede ist verkauft. Ein Käufer aus Duisburg hat das Riesengrundstück mit allein 2500 Quadratmetern an Nutzfläche jetzt erworben.

Er war im März der einzige Bieter bei dem mittlerweile vierten Zwangsversteigerungstermin im Mescheder Amtsgericht gewesen. Der Zuschlag war allerdings nicht sofort erteilt, sondern verschoben worden. So erhielt die Sparkasse als Hauptgläubigerin die Möglichkeit, einen Verkauf zu dem niedrigen Gebot von 60 000 Euro (angesichts eines Verkehrswertes von 366 000 Euro) noch einmal zu überdenken. Gleichzeitig musste sich der Käufer in der Zwischenzeit der Stadt (die alleine Forderungen von 31 000 Euro an ausstehenden Grundsteuern hatte) gegenüber schriftlich verpflichten, den gesamten Müll auf dem verwahrlosten Gelände zu entsorgen. Beides ist nun erfolgt. Zusätzlich zu den 60 000 Euro muss der Duisburger nun die obligatorische Grunderwerbssteuer zahlen.

Wofür er das Gelände nutzen möchte, sei noch offen, sagte er auf Anfrage: „Ich will etwas Nachhaltiges schaffen.“ Der Mann, der das Gelände nun als erstes vor unbefugtem Zutritt (und weiterem Müll-Abladen) sichern will, hat jetzt bis Ende des Jahres Zeit, die Tonnen an Müll zu entsorgen – er muss der Stadt dafür auch Nachweise für die ordnungsgemäße Entsorgung vorlegen. Erst dann kann er bei der Stadt einen Bauantrag stellen. Dass die künftigen Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, hatte Fachbereichsleiter Klaus Wahle bereits bei der Zwangsversteigerung deutlich gemacht: Im Flächennutzungsplan ist das Grundstück nur als Waldgebiet ausgewiesen.