Zimmerer ist deutscher Meister

Oberkirchen..  „Wir sind Deutscher Meister“, rief Richard Greitemann, Obermeister der Zimmerer-Innung Hochsauerland. Denn Florian Kaiser aus Rinsecke, der die Farben der Innung beim Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend vertreten hat, holte sich bei den Berufsmeisterschaften der Bauberufe in Brühl bei Freiburg den Meistertitel als bester Nachwuchszimmerer Deutschlands.

Titel geht erstmals ins Sauerland

Nach seiner Ausbildung in der Zimmerei von Robert Schauerte in Oberkirchen wurde er bei der Gesellenprüfung Innungsbester, siegte anschließend auf Kammerebene und weiter auf Landesebene, bis er dann mit dem Meistertitel sich die Krone aufsetzte. Dabei setzte sich der 22-Jährige beim nationalen Endausscheid gegen die versammelte deutsche Konkurrenz dank eines starken Schlussspurts durch.

Er holte damit den ersten Deutschen Zimmerer-Meistertitel ins Sauerland und damit natürlich auch in die Zimmerer-Innung Hochsauerland, die besonders stolz auf ihren Schützling und seinen Ausbilder ist.

Unterstützung vom Chef

Nun will der junge Zimmerer noch mehr. Er gehört seit Dezember 2014 zum Nationalmannschaftsteam, das für die World Skills im August 2015 in Sao Paulo trainiert. Mit der Aufnahme in die nationale Eliteeinheit begann aber auch gleichzeitig der Stress für Kaiser. „Seit Dezember 2014 und bis zum Endausscheid im Sommer 2016 stehen monatliche Trainingstermine auf dem Programm, die jeweils vier bis fünf Tage dauern. Da wird man richtig gefordert“, sagt Kaiser.

Florian Kaisers besonderer Dank gilt seinem Chef Robert Schauerte, dessen Hilfe, Unterstützung und Loyalität bei allen Terminen und Trainingslagern er nicht vergisst. „Ohne ihn hätte ich das gar nicht alles erreichen können, denn er ist sehr kulant, wenn ich mal wieder zum Training muss, auch urlaubstechnisch kommt er mir sehr entgegen und er hat mir sogar Mut gemacht, diesen Weg einzuschlagen, denn er weiß ganz genau, dass es so eine Chance für mich nicht wieder gibt.“

Unterstützung findet Kaiser auch im Berufsbildungszentrum Arnsberg, denn dort wurde dem jungen Sauerländer von seinem „beruflichen Ziehvater“ Rudolf Schmidt in der Zimmererwerkstatt eine kleine Trainingsecke eingerichtet, in der er sich ebenfalls optimal vorbereiten kann.

Kaiser als Ehrengast der Innung

Als Ehrengast hatte ihn jetzt die heimische Innung zu ihrer Versammlung in Nuttlar eingeladen, um ihn zu ehren und für den nächsten Wettbewerb zusätzlich zu motivieren. Ein stolzer Obermeister Richard Greitemann überreichte dem Aushängeschild seiner Innung unter großem Beifall aller Berufskollegen eine Erinnerungsurkunde und einen „platten Blumenstrauß“ als finanzielle Unterstützung für Kaisers fachliche Weiterbildung.