Zerstörung der Stadt vor 70 Jahren

Meschede..  Vor 70 Jahren wurde Meschede durch Bomben der Alliierten weitgehend zerstört. Über den schwerwiegendsten Angriff schreibt Pfarrer Josef Künsting in der Pfarrchronik: „Der 19. Februar 1945 wird in Meschede niemals vergessen werden, denn dieser Tag ist und bleibt für ewige Zeiten für Stadt und Gemeinde ein dies amara valde (ein sehr bitterer Tag).“

Zur Erinnerung an diesen bitteren Tag sowie die Angriffe vom 28. Februar und vom 23. März probt der Katholische Kirchenchor, auf Anregung seiner Leiterin Dekanatskirchenmusikerin Barbara Grundhoff, schon seit einem Jahr für ein Gedenkkonzert. Der Kirchenchor wird verstärkt durch den Neuen Chor Neheim und Projektsänger aus Meschede. Außerdem wirken Solisten, Mitglieder des Sinfonieorchesters Ruhr und die Choralschola der Abtei Königsmünster mit. Durch Text- und Bilddokumente werden die musikalischen Darbietungen ergänzt.

Es werden folgende Werke zu hören sein: Von der Schola das Graduale „Si ambulem“, „Salve Regina“ und „Da pacem“, vom Chor das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré, der 130. Psalm „Aus der Tiefe“ von Heinrich Kaminski und die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger. Diese Motette schrieb er als Kreuzkantor am Karsamstag 1945, nachdem er einige Wochen zuvor die Zerstörung Dresdens miterlebt hatte. Alle Werke erinnern an den Schmerz und die Verzweiflung der Menschen angesichts der Gewalt des Krieges.